Das gabs noch nie ...
Das gabs noch nie …
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Das gabs noch nie …

Das muss dann doch mal noch gesagt werden: Dieses Jahr waren die gewerblich-industriellen Abschlüsse im Durchschnitt sehr toll. Lange wollen wir hier niemanden mit Zahlen langweilen, aber ein Gesamtschnitt von 4.77 ist eine gute Leistung und im Vergleich mit den Vorjahren auch ein höherer Schnitt. Die 1’097 Lernenden, die dieses Jahr ihre Abschlussprüfungen abgelegt haben, können alle mächtig stolz sein und haben unseren Applaus verdient. 86 der Lernenden haben sogar einen Schnitt von 5.3 oder höher und kriegen dafür eine Auszeichnung. Einen ganz eigenen Applaus müssen wir aber für Philipp Weber anstimmen. Er hat dieses Jahr seine Ausbildung als Automatiker bei der Firma Trumpf Maschinen AG, Baar abgeschlossen und zwar mit einer glatten 6.0. So etwas gab es im Kanton Zug noch nie und beim Lesen mussten sogar wir ein paar Mal leer schlucken. Umso schöner, dass ein Abgänger des GIBZ den Gegenbeweis erbringt. So bewies Philipp Weber in unseren Augen nicht nur, was für ein aussergewöhnlicher Absolvent er selber ist, sondern dass eben das Unmögliche trotzdem möglich ist. Wir haben uns kurz mit ihm unterhalten und geben euch hier das Mini-Interview gerne weiter:

GIBZ: Lieber Philipp, erstmal ganz herzliche Gratulation zu deinem Abschluss. Ein blanker 6er ist ja der schiere Wahnsinn, da bleiben mir schlichtweg die Worte weg – awesome! Hast du damit ein wenig gerechnet, oder war es für dich auch überraschend?

Philipp: Da ich in der Teilprüfung schon einen 6er hatte, wusste ich, dass es möglich wäre, die Höchstnote zu erreichen. Die Prüfungen selber liefen auch nicht schlecht. Ich habe aber trotzdem nicht direkt damit gerechnet und mich dementsprechend auch über die Note gefreut.
GIBZ: Hast du eine spezielle Auszeichnung dafür bekommen? Wie hat dein Arbeitgeber reagiert?
Philipp: An den Abschlussfeiern erhält man natürlich viele Diplome und Zeugnisse. Auch einige Preise habe ich bekommen. Der Arbeitgeber, die TRUMPF Maschinen AG, hat sehr positiv reagiert! Ich bekam auch da noch eine grosse Belohnung und viel Lob.
GIBZ: Wie war es denn für dich am GIBZ? Hast du dich während dem Unterricht gelangweilt oder wurdest du hie und da auch gefordert?
Philipp: Die meiste Zeit war ich auch sehr gefordert. Natürlich gab es auch immer wieder Lektionen, in welchen man gelangweilt oder nicht motiviert war etwas zu lernen.
GIBZ: Haben deine Mitschüler realisiert, dass dir das Lernen einfacher fällt als wohl den meisten in deiner Klasse? Wurdest du gut akzeptiert von deinen Klassenkameraden oder warst du eher ein Aussenseiter – ein Nerd vielleicht? Hast du die anderen unterstützen können?
Philipp: Ich weiss nicht einmal, ob mir das Lernen so viel einfacher fiel als den meisten in der Klasse. Ich hatte schon einige Vorkenntnisse und grosses Interesse, was sehr positiv war. Ich denke, ich war grundsätzlich gut akzeptiert in der Klasse, möglicherweise aber schon ein bisschen ein Nerd, was aber eigentlich andere beurteilen müssten. Sicherlich konnte ich das eine oder andere Mal helfen. Rückblickend tut es mir aber Leid, dass ich nicht mehr geholfen habe. Es hätte sicherlich viele Situationen gegeben, in denen ich noch mehr unterstützen hätte können.
GIBZ: Hast du für die Lehrabschlussprüfung viel gelernt? Oder spezielle Vorbereitungen gemacht? Warst du aufgeregt, nervös und wenn ja, wie hat sich das gezeigt?
Philipp: Mit grosser Wahrscheinlichkeit habe ich schon mehr gelernt als der Durchschnitt. Spezielle Vorbereitungen habe ich aber keine gemacht. Nervosität ist bei solchen Prüfungen natürlich immer dabei.
GIBZ: Gibt es aus deiner Sicht Tipps und Tricks, wie man sich am besten für eine solch grosse Prüfung vorbereitet?
Philipp: Ich denke, dass es wichtig ist, dass man möglichst viel während der Lehrzeit versteht und lernt. Es ist schwierig, nur auf die Abschlussprüfung nochmals alles zu lernen. Ich denke, einer der wichtigsten Punkte ist, dass man nicht auswendig lernt, sondern versteht, um was es geht und im Unterricht versucht gut mitzukommen. Wenn ich aber von mir persönlich sprechen darf, und auf mein letztes Lehrjahr zurückschaue, kann ich nur staunen. Ich bin Christ und daher überzeugt, dass es Gottes Gnade war, welche mich durch diese strenge Zeit und alle diese Prüfungen geleitet hat.
GIBZ: Was machst du denn im Moment? Wo arbeitest du? Was hast du für Pläne für die Zukunft?
Philipp: Im Moment arbeite ich als Automatiker bei meinem Vater in der Firma und besuche nebenbei eine Bibelschule. Wenn möglich würde ich gerne nächstes Jahr ein Praktikum in Amerika machen um Englisch zu lernen. Danach würde ich gerne ein Bachelor-Studium mit der Fachrichtung Maschinenbau starten.
GIBZ: Lieber Philipp, wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und alles Gute! Und liebe GIBZler, lasst euch nicht einschüchtern, ein 6er muss nicht euer Ziel sein, gebt einfach das Beste!

1 0 3143 02 September, 2013 AKTIV September 2, 2013

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