Eine Nacht im Museum 2 - die ZFI3 an der Museumsnacht in Basel
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Eine Nacht im Museum 2 – die ZFI3 an der Museumsnacht in Basel

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Voilà, der zweite Bericht zur Basler Museumsnacht, verfasst von Michel Bittel, Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau – der erste von Marco Casanova erschien am 7. April ebenfalls hier auf dem GIBZ-Blog.

Freitag – Beginn der Exkursion
Am Freitag, 20. Januar 2017, besuchten die ZFI3 und ZFI4 des GIBZ unter der Leitung von Herrn Frei und Herrn Muggli die Museumsnacht in Basel. Weiter erhielten wir eine Stadtrundführung und besuchten am Samstag noch den Basler Zoo. In diesem Reisebericht schreibe ich über diese beiden erlebnisreichen Tage.
Nach einer individuellen Anreise mit der SBB versammelten wir uns am Fusse der Rolltreppe beim Haupteingang des Basler Bahnhofes und führten, wie es bei solchen Exkursionen üblich, nötig und erwünscht ist, eine Zählung durch, um festzustellen, ob alle anwesend sind und sich niemand auf dem Weg zum Treffpunkt bereits verirrt hat. Wir, die ZFI 3, besuchten diesen Anlass zusammen mit den Schülern der ZFI 4.
Nach einer kurzen Inforunde durch die Herren Frei und Muggli, machten wir uns auf zur nächsten Bushaltestelle. Mit dem Bus fuhren wir dann zu unserem Hotel. Dort angekommen, klärten wir noch kurz einige Formalitäten und erhielten daraufhin das Mobility-Ticket, mit welchem wir während der gesamten Museumsnacht zu allen Öffentlichen Verkehrsmittel in Basel Zugang hatten. Nach dem Zimmerbezug und  einer Stunde Verweilen in unseren Betten, gingen wir zurück in die Lobby und erhielten unsere Armbänder, die uns alle Türen zu jeglichen Museum in Basel für diese Museumsnacht öffnete. Darauf folgte ein Fussmarsch zum Tinguely-Brunnen beim Theater Basel. Danach lernten wir Frau Jacqueline Frei kennen, welche uns während der darauffolgenden 1.5 Stunden durch die Basler Innenstadt führte. Unser erster Halt war beim Barfüsserplatz. Ein komischer Name für einen Platz vor einer Kirche, dachten wir. Doch die Namensgebung wurde von Frau Frei erläutert: Im 13. Jahrhundert erbaute der Bettlerorden der Franziskaner, welche auch als Barfüsser bekannt waren, ein Kloster an eben diesem Platz, daher also dieser Name.

Weiter ging es über die vielen Tramschienen, welche wir im Verlaufe des Tages noch genügend zu sehen bekommen sollten, einige Treppenstufen in die Höhe. Von diesem Punkt aus hatte man eine sehr gute Sicht auf einen Teil der innersten Stadtmauer von Basel. Wie oft in alten Städten, wurden die äussersten Häuser auf eben diese Mauer gebaut. In diesen von aussen sehr luxuriös wirkenden Bauten lebten die Adligen der Stadt. Frau Frei erzählte uns dann noch Interessantes zum Henker der Stadt Basel. Nämlich wurde der Henker damals in der Öffentlichkeit von allen gemieden. In der Nacht besorgten sich jedoch viele der Bewohner von ihm heilende Arzneimittel, welcher er im Angebot hatte. Zudem hatte der Henker ein festes Gehalt, welches von der Stadt bezahlt wurde. Er arbeitete und wohnte in einem sehr stattlichen Gebäude der Stadt.

Bis hierhin war es schon extrem spannend, doch es ging ja noch weiter…

Als nächstes wollten wir uns die Stadtmauer noch von innen ansehen. Dazu mussten wir eine beachtliche Strecke zurücklegen, um in ein Wirtshaus zu kommen, welches im Keller eine Art kleines Museum hatte. Weiter gingen wir auf unserem Weg zum Rathaus durch Wohnquartiere, die stark an den italienischen Baustil anknüpften. Das heisst,  zwischen mehreren Häusern gab es kleine Gassen, die in einen nicht überdachten Innenhof mündeten. Als nächstes standen wir auf dem Markt vor dem Rathaus. Auch dieses hat eine interessante Geschichte. Es wurde nämlich auf beide Seiten erweitert. Dieser Anbau wurde jedoch etliche Jahre nach Erstellen des Hauptgebäudes vollzogen. Auch interessant waren die Figuren, welche an der Fasse prangten. Jede Figur hatte eine eigene Geschichte und wurde entsprechend mit Gegenständen – mit welchen man sie identifizierte – verziert, indem man Ihnen diese Gegenstände in die Hände platzierte.

Unser nächster Halt war das Kulturmuseum, welches ein bisschen versteckt war und man nur an seinem Dach erkennen konnte. Dieses Dach wurde von den Architekten Herzog & de Meuron designt. Durch viele Sechsecke, welche nach innen sowie nach aussen verliefen, spiegelte das Dach, weil es die Sonnenstrahlen reflektierte. Für mich eine sehr gelungene Architektur, da sie durch diese Auffälligkeit das genaue Gegenteil des übrigen Gebäudes darstellt. Zu guter Letzt standen wir noch vor dem Basler Münster. Meiner Meinung nach ein sehr schönes Gebäude. Es hat ein auffälliges Dach mit einem Muster aus den Farben Rot, Gelb, Grün und Weiss.

Für diese sehr spannende und informationsreiche Vorstellung von Basel dankten wir Frau Frei herzlich und gaben Ihr den entsprechenden Applaus!

Die individuelle Stadterkundung
Nach diesen vielen Informationen und bereits etwas kalten Händen, weil ich natürlich meine Handschuhe vergessen habe, ging unsere Gruppe als erstes etwas essen. Als wir uns aufgewärmt und wieder Kraft getankt hatten, machten wir uns auf und gingen zum gegenüberliegenden Rheinufer. Von dort überquerten wir den Rhein mit einer der typischen Personen-Fähren, welche sich nur durch die Strömung des Wassers fortbewegte (Rollfähre).

Museumsnacht
Um zu jedem Museum zu kommen, gab es während der Museumsnacht etliche Buslinien, welche im 10 Minuten Takt zwischen den Museen verkehrten.

Wir als Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau wählten als erstes das Museum für Architektur. In den ersten drei Sälen gab es extrem viele Bilder zu architektonisch interessanten Bauten, welche je nach Saal in unterschiedliche Themen unterteilt wurden. Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede konnte man bei genauerem Hinsehen feststellen. Es war sehr interessant. Dies bemerkte auch der Direktor dieses Museums, welcher uns ein Kompliment machte, indem er uns sagte, er sei sehr begeistert davon, wie interessiert wir die ausgestellte Architektur betrachteten.

In einem weiteren Raum gab es ein Farbenspiel. Es waren viele Lichter mit unterschiedlichen Farben aufgestellt. Ebenso gab es am Boden Formen, welche an die gegenüberliegende Wand Schatten warfen, welche verzerrt waren und durch drei unterschiedliche Farben betont wurden. Nach diesem interessanten Aufenthalt stand die erste Stärkung durch Verpflegung auf dem Plan.

Danach folgte das Cartoon Museum.

Auf der Suche nach dem Cartoon Museum irrten wir anfangs etwas herum, aber als wir den Stadtplan zu Hilfe nahmen, fanden wir es schliesslich. Was ein Cartoon ist, ist wahrscheinlich jedem bekannt.

In diesem Museum wurde spezifisch die Comicfigur Titeuf thematisiert. Diese stammt vom Schweizer Philippe Chappuis. Er wurde am 15. Dezember 1967 in Onex, Kt. Genf geboren. Er ist also 49 Jahre alt und zeichnet bereits Comics seit er 8 Jahre alt ist. Philippe Chappuis war persönlich anwesend und zeichnete live eine Comicfigur, welche den Wünschen ausgewählter Zuschauer entsprach. Auch deshalb war das Museum wahrscheinlich so voll. Er hat mich sehr beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit er diese Figur gezeichnet hat. Durch seine kontrollierte Art zu zeichnen, wollte ich selber anfangen zu zeichnen. Der Comic Titeuf wurde sogar als TV-Serie mit 26 Folgen produziert. Zudem wurde ein Film erstellt.

Unser nächstes Ziel war das Tinguely Museum. Dieses war sehr weit von unserem aktuellen Standort  entfernt und so mussten wir zuerst zum Basler Münster, wo alle Linien ihre Abfahrten hatten. Als wir beim Tinguely Museum ankamen, war die warme Halle schon voller Leute. Hier wurden vier riesige Maschinen ausgestellt, welche alle 30 Minuten klimpernde Töne von sich gaben. Diese Maschinen beeindruckten mich doch schon sehr. In einem Geschoss darüber gab es noch  viele kleinere Werke und auch einen Film, welchen man sich anschauen konnte, um mehr über die Erstellung der Maschinen zu erfahren. Auch gab es eine Wand, welche den Lebenslauf von Jean Tinguely wiederspiegelte.

In der Mitte der Halle war zusätzlich noch eine Bühne aufgebaut, auf der Freiwillige mit einer Live Band Karaoke singen konnten.

Dann machten wir uns auf zum letzten Museum, dem Anatomischen Museum.

Von diesem erwartete ich viel, da ich die Anatomie sehr interessant finde und früher sehr gerne zum Biologieunterricht ging. Ich wurde nicht enttäuscht.

Wie das Cartoon Museum war auch das Anatomische Museum sehr beliebt. So gab es bereits beim Eintreten ein Platzproblem. Doch der Rest des Museums war sehr geräumig und interessant. In diesem Museum gab es wohl die meiste Anzahlt an Workshops. Diese beinhalteten z.B. einen Stand, an dem Angestellte einen so schminkten, als hätte man einen schweren Unfall hinter sich. Auch konnte man echte Organ anfassen oder Knochen herstellen.

Im Untergeschoss gab es sehr genaue Nachbildungen von Venen und Körperteilen. Ebenso gab da es Käfer, welche Vogelköpfe bis auf die Knochen zersetzten (zu Forschungszwecken). Nach diesem lehrreichen und interessanten Aufenthalt verliessen wir das Museum und gingen wieder zurück in die Nähe des Barfüsserplatzes.

Den restlichen Abend verbrachten wir in ein, zwei Bars und in einem Irish Pub. Ich denke, diese Erlebnisse brauchen keine weiteren Erläuterungen 😉

Samstag
Um 08.30 Uhr morgens trafen sich alle im UG des Hotel zum gemeinsamen Frühstück. Danach richteten wir unsere Betten etwas her und packten unsere Sachen zusammen. Weil unser Gepäck für den Ausflug in den Zoo nicht von Nöten war, deponierten wir es in der Lobby.

Der Zoobesuch
Um 09.40 Uhr sind wir dann zum Basler Zoo gegangen. Im Zoo wurden wir von einem Zooführer durch den Zoo begleitet und er hat uns allerlei interessante Dinge erzählt. Als erstes führte er uns hinter die Kulissen des Aquariums. Im Hintergrund wurden Quallen gezüchtet, aber auch einen Oktopus gehalten. Im Untergrund wurden Korallen gezüchtet, welche auch Forschungszwecken dienten. Im Anschluss führte uns der nette Herr neben vielen Tieren vorbei, bis wir beim neu errichteten Elefantenareal waren. Neben den Nil-Krokodilen konnten wir am Ende auch noch die Affen im Affenhaus bestaunen.

Auch diesem Herren dankten wir für den sehr interessanten Rundgang durch den Zoo.

Danach holten wir unser Gepäck in der Hotel-Lobby ab, kauften am Bahnhof noch etwas zum Mittagessen und traten die Heimreise an.

Schlusswort
Anfangs war ich nicht gerade begeistert von einer Museumsnacht, weil ich bisher nicht wirklich viel in Museen gewesen bin. Doch diese Exkursion weckte bei mir die Neugier auf Kunst. Ebenso denke ich, dass ich solch eine Museumsnacht wiederholen werde. Die Stadt- und die Zooführung haben mir auch extrem zugesagt, sodass ich auch den beiden Experten sehr aufmerksam zuhören konnte. Am Ende möchte ich mich bei Herrn Frei und Herrn Muggli für die Organisation bedanken sowie bei der Schule, dass wir solch einen Ausflug machen konnten.

1 0 776 11 April, 2017 AKTIV April 11, 2017

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