Energieautarkes Wohnen - Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
  • Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3
Verfasst von

Energieautarkes Wohnen – Exkursion MA2 + MA3

 Die Klassen MA2 und MA3 besichtigten am 5. Oktober 2017 das erste energieautarke Mehrfamilienhaus der Welt. Der grösste Teil der Klasse reiste zusammen mit dem Zug zum Zielort. Wir mussten nicht lange warten und die Führung ging um neun Uhr los.

Ein Haus ohne Stromanschluss: Die Umweltarena Schweiz baute ein solarbetriebenes Neunfamilienhaus in Brütten ZH, welches ohne externe Energieanschlüsse auskommen kann. Dieses Projekt soll zudem auch zeigen, dass die Umsetzung der Energiestrategie 2050 bereits jetzt schon möglich ist. Das Dach sowie die Fassade sind mit Photovoltaikmodulen bedeckt, die einzige Energiequelle des Hauses. Die Bewohner in dem Haus können jedoch nur so viel Strom brauchen, wie das Haus produziert. Für die Bewohner gibt es dennoch keine grossen Einschränkungen, da die energieeffizientesten  Geräte eingebaut wurden. Sogar die eingebaute Dusche gewinnt aus dem Abwasser Wärme zurück. Trotzdem dürfen die Bewohner nur halb so viel Strom verbrauchen wie ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt: 2200 statt 4400 Kilowattstunden, das reicht aber scheinbar völlig aus. Gekostet hat das energieautarke Haus rund 6,1 Millionen Franken.

Nachfolgend ein paar technische Details:

Energieeffiziente Beleuchtung: Die Beleuchtung ist sehr wichtig, wenn es ums Energiesparen geht. Dank den LED Lichtern lassen sich bis zu 80 Prozent Energie einsparen, denn bei den Glühbirnen wird 95 Prozent der Energie in Wärme umgewandelt und nur 5 Prozent in Licht. Darum hat man auch in Brütten ausschliesslich LED Lampen gewählt. In den allgemeinen Räumen sind Bewegungsmelder oder Taster mit automatischer Ausschaltung montiert.

Langzeitspeicherung: Da nicht der ganze Strom, der das Haus produziert, sofort gebraucht werden kann und die Kurzzeitspeicher schnell voll sind, wird ein Langzeitspeicher benötigt. Dieser speichert die überschüssige Energie und in den kalten, schattigen Monaten kann man diese wieder gebrauchen. Mit dem überschüssigem Strom wird Wasserstoff hergestellt und gespeichert. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in Elektrizität um, sie arbeitet mit einer elektrochemischer Reaktion und ist somit emissionsfrei.

Thermischer Langzeitspeicher: Die Ladung und Entladung erfolgt über im Inneren angebrachte Wärmetauscher, welche die Energie an das stehende Wasser im Speicher abgeben oder diese erhitzen.

Kurzzeitspeicherung von Strom: Die Solaranlagen auf dem Dach und der Fassade produzieren Strom, der den Bewohnern zur Verfügung steht. Aber, dass sie den Strom auch in der Nacht benutzen können, wird ein geeigneter Speicher benötigt. Es werden Batterien eingesetzt, die den Strom über einen Zeitraum von 2-3 Tagen speichern können. Produziert das Haus zu viel Energie, wird der Strom in der Batterie zwischengespeichert. Wenn der Strom der PV-Anlage nicht mehr ausreicht, kann der Strom von dem Kurzzeitspeicher abgerufen werden

Kontrollierte Wohnungslüftung: Durch die luftdichte Dämmung der Fassade, wird der natürliche Luftaustausch in einem Gebäude massiv reduziert. Jedoch ist es nicht möglich die Fenster zu Kippen, da sonst viel nachgeheizt werden müsste und so die wertvolle Energie verschwendet wird. Es ist aber immer möglich die Fenster ganz beliebig lang zu öffnen (Stosslüften).

Erdsonden: Erdwärme bietet eine konstante Energiequelle für die Wärmeversorgung eines Gebäudes. Die Erde ist ein unerschöpflicher Energievorrat. 99 Prozent der Erde ist über 1000 Grad heiss, und 1 Prozent erreicht eine Temperatur über 100 Grad. Diese Wärme wird mittels Erdsonden an die Oberfläche geholt. Die Sondenlänge im MFH Brütten beträgt 338m und hat einen Durchmesser von 16cm. Sobald im Gebäude genügend Energie vorhanden ist, wird die Wärmepumpe mit der Erdsonde als Quelle eingesetzt.

Text: Silvan Wymann, MA2, Gebrüder Hodel AG

1 0 195 16 November, 2017 AKTIV November 16, 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folge uns

Verwandter Beitrag