Horizont erweitert
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Horizont erweitert

Daniela ist 43 Jahre alt, gelernte Dekorationsgestalterin und arbeitet heute als Projektleiterassistentin im Bereich Ladenbau bei LignaPlan AG in Baden-Dättwil. Sie hat hier im GIBZ an der HFTG die Weiterbildung zur Einrichtungsgestalterin im Juni 2014 abgeschlossen. Sie ist verheiratet und hat 2 Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren

ff: Daniela, weshalb hast du dich vor 2 Jahren entschieden, hier bei uns den Lehrgang zur Einrichtungsgestalterin zu besuchen?

DW: Nach längerer Kinderpause und verschiedenen kleineren Teilzeitjobs, habe ich beschlossen, mich wieder längerfristig in die Berufswelt einzugliedern. Da ich bereits 10 Jahre nicht mehr in meinem Beruf gearbeitet habe und die Teilzeitjobs zu wenig Berufserfahrung mit sich brachten, erkannte ich, dass ich mit einer Weiterbildung mein Wissen wieder auf den neuesten Stand bringen müsste, um für die Berufswelt attraktiv zu werden.
Ich fand, dass dieser Lehrgang die perfekte Weiterbildung für mich, als gelernte Dekorationsgestalterin, sei. Die HFTG an der GIBZ bietet meinem Wissenstand nach als einzige so eine Weiterbildung an.

ff: Wieviel % arbeitest du? Wenn ja, wie kriegst du alles auf die Reihe? Bekommst du Unterstützung vom Geschäft?

DW: Mein Ziel war eigentlich nach der Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt wieder eine attraktive Stelle zu finden. Doch kaum habe ich die Ausbildung begonnen, kam ich per Zufall zu meinem jetzigen Arbeitgeber. Diese Stelle als Projektleiterassistentin im Bereich Ladenbau war für mich die perfekte Ergänzung zu meiner beruflichen Erfahrung und auch als Ergänzung zur jetzigen Ausbildung. Mein Arbeitgeber sah das auch so, und war bereit, mich während der Ausbildung mit einem Maximum-Pensum von 50% einzustellen. Ausserdem gönnt er mir freie Wahl der Arbeitszeiten. So kann ich mich perfekt mit meiner Familie arrangieren. Diese Tätigkeit erlaubt es mir auch, in Zukunft gut von zuhause aus arbeiten zu können.

ff: Was hattest du für Erwartungen an die Ausbildung? Wurden diese erfüllt? Wenn ja, inwiefern?

DW: Meine Erwartungen waren vor allem, den ganzen Prozess, vom Entwurf bis zur Präsentation, professionell ausführen zu können und das Zeichnen mit CAD zu erlernen. Die Ausbildung war sehr umfangreich. Mit 26 abgeschlossenen Modulen wurde uns in den 2 Jahren unglaublich viel beigebracht. Da für mich diese Ausbildung sehr wichtig für meine zukünftige Wiedereingliederung in die Berufswelt war, habe ich mich mit Freude und intensiv mit jedem Modul auseinandergesetzt. Meine Erwartungen wurden dementsprechend hoch übertroffen.

ff: Denkst du, deine beruflichen Aussichten (Karriere) verändert sich durch die Ausbildung?

DW: Auf jeden Fall. Ich bin überzeugt, dass uns jede Weiterbildung selbstbewusster macht und schon nur das bringt uns enorm weiter.

 ff: Das heisst, du hast dich während der Zeit der Ausbildung persönlich verändert?

DW: Sehr. Ich bin, wie erwähnt, selbstbewusster geworden. Vor allem das Erlernen, die eigenen Arbeiten vor der Klasse zu präsentieren, hat mich sehr verändert. Anfangs Ausbildung dachte ich wirklich noch, ich müsste sterben, wenn ich da vorne stand. Heute freue ich mich darauf, meine Arbeiten präsentieren zu können.

ff: Was war für dich das Highlight während der Ausbildung?

DW: Die Exkursionen waren das absolute Highlight für mich. Wir haben zwei Schreinereien und einen Lampenhersteller besucht, die uns zeigten wie der Produktionsprozess bei ihnen abläuft. Das lernte mich, wie ich zukünftig etwas in Produktion geben könnte.

In zwei grösseren Einrichtungsfachgeschäften konnten wir uns persönlich erkundigen, wie Einrichtungsgestalter heute arbeiten.

Ein Dozent hat uns ein, von ihm als Architekt gebautes Haus, gezeigt und auf was er bei der Gestaltung besonders geachtet hatte.

Wir haben zwei, von weltbekannten Architekten entworfene Hotels, besucht. Wo das Gebäude und die Einrichtung perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Und auf dem Novartis-Campus sahen wir, was weltberühmte Architekten alles mit den schönsten Materialien zustande brachten.

Dann besuchten wir die Möbelmesse Mailand, vor allem die Ausstellungen während der Möbelmesse im Stadtteil Brera, haben mich sehr für meine zukünftige Arbeit inspiriert.

Und dann noch das Gewerbemuseum Winterthur, mit dem Materialarchiv, welches für mich ein sehr wichtiger Ort geworden ist, wenn es darum geht, verschiedene Materialien nebeneinander vergleichen zu können.

Diese Praxisbeispiele haben meinen Horizont in Bezug auf Gestaltungsmöglichkeiten enorm erweitert und mich gelehrt, wie wichtig solche Exkursionen auch in Zukunft für mich sein werden.

ff: Und wie sieht es intern aus? Hast du die Mediathek für dich nutzen können?

DW: Die Mediathek war für mich von grosser Bedeutung. Ich habe mich aber nur für Fachliteratur interessiert, und fand zu jedem Fach ein hilfreiches Angebot an Büchern und Filmen vor.

 ff: Wie beurteilst du das Angebot in der Mediathek?

DW: Das Angebot an Fachliteratur ist umfangreich und vor allem auf dem neuesten Stand! Wir wurden sogar gebeten, mitzuteilen, wenn sie ein neues gutes Buch in ihre Bibliothek aufnehmen sollten. Diese Mediathek werde ich sicherlich sehr vermissen.

ff: Gibt es auch Dinge am GIBZ, die du nicht so gut findest? Kritik? Anregungen?

DW: Es gab immer wieder Kritik, welche wir gleich weiterleiteten. Mit Freude konnte ich feststellen, wie die Kritik immer sehr ernst genommen und gleich umgesetzt wurde. Wir konnten somit sehr von der vorhergehenden Klasse profitieren. Und auch aus unserer Kritik wurden wieder Verbesserungen für die nächste Klasse erwirkt. Auch zum Abschluss wurden wir wieder aufgefordert die Qualität der Ausbildung zu beurteilen. Ein Kompliment deshalb meinerseits, wie an dieser Schule mit Kritik umgegangen wird!

ff: Fand ein Austausch zwischen den Studierenden statt? Gibt es ein Netzwerk?

DW: Die verschiedenen Gruppenarbeiten haben uns näher zusammengebracht und es sind auch einzelne kleinere Gruppierungen entstanden, welche sich intensiver ausgetauscht haben. Von einem Netzwerk habe ich bisher keine Kenntnis. Es ist aber gut möglich, dass sich das noch entwickelt, da sich einige aus der Klasse noch für ein, auf Wunsch zusätzlich kreiertes Modul, angemeldet haben, wo unser eigenes zukünftiges Unternehmen im Vordergrund steht.

ff: Du bekommst demnächst dein Diplom als Einrichtungsgestalterin – hast du schon Pläne für die Zukunft?

DW: Ich freue mich, dass ich bereits einen guten Arbeitsplatz gefunden habe, wo ich Familie und Beruf optimal vereinen kann und viel durch Praxis-Erfahrung dazulernen kann.

ff: Liebe Daniela, herzlichen Dank für das Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und alles Gute für die Zukunft!

2 0 10751 01 Juli, 2014 AKTIV Juli 1, 2014

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