Injektion - fiese Kurzgeschichten der Fachfrauen Gesundheit, verkürzte Lehre
Injektion – fiese Kurzgeschichten der Fachfrauen Gesundheit, verkürzte Lehre
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Injektion – fiese Kurzgeschichten der Fachfrauen Gesundheit, verkürzte Lehre

uiuiuiui … ich war mir sicher, die FAGE-Frauen sind allesamt lieb, so lieb, dass sie gar nie auf böse Gedanken kommen könnten. Sie können – und wie! Hatte schon lange nicht mehr so viel Spass wie beim Durchlesen der blutrünstigen, fiesen, hinterhältigen, schrägen, witzigen Kurzgeschichten der 3-Semester-FAGEs. (Wahrscheinlich wurden sie von ihrer Lehrerin, Regula Pauli, angefixt – die liebt ja Krimis.;)

Hier könnt ihr ein paar der ganz bösen Sorte lesen:

Little bit of PSYCHO
In der Psychiatrie geht der Abteilungsleiter E. Groyhazat gerade mit seinem Lehrling F. Ötzgül seine Runden. Frukum muss bei der 5-jährigen Marie eine Injektion intramuskulär durchführen. Doch er macht den Fehler, dass er mit der Aufziehkanüle die Injektion durchführt. Egoul, der AL merkt es zu spät und PUUFF zerplatzt der Arm der kleinen Marie und sie droht zu verbluten. Just in diesem Moment kommt ihr Vater zur Tür herein und sieht, dass Frukun Recapping mit der Aufziehkanüle machen will. Nun merkt auch Egoul wie ernst die Situation ist, kontrolliert aber noch schnell die Dosis und das Ablaufdatum der Brechampulle und sieht, oh Schreck, das Medikament ist abgelaufen und die Dosis viel zu hoch. Das kann der Tod der kleinen Marie bedeuten doch Egoul hat noch nie ein Leben aufgegeben, welches nicht irgendwie noch zu retten wäre. Er sagte Frukun, er soll sofort den Notarzt rufen. In der Zwischenzeit traf schon die halbe Familie von der kleinen Marie ein und Egoul stand unter Druck. Er wusste, dass es jetzt schnell gehen muss, weil ihm sonst seine Patientin verstirbt und der Lernende FaGe E. Ötzgül ein Leben lang darunter leiden würde. Er erinnerte sich, dass er in einem ÜK vor Jahren eine wichtige Rettungsmassnahme lernte, welche er in einem Notfall anwenden könnte. Dann kamen die Notärzte, welche die kleine Marie sofort für eine Notoperation vorbereiteten, um diese durchzuführen und so das Leben der kleinen Patientin zu retten. Die OP wurde im OP-Saal der Psychiatrie durchgeführt.

Schnell ist alles bereit und die Operation beginnt. Im Operationssaal spritzt das Blut nur so um die Ohren der Notärzte. Die Eltern sehen das und müssen eine bange verbringen. Der Vater wird bewusstlos und Egoul muss ihn betreuen. Der Mutter wird es übel und sie muss sich übergeben. Das war ja mal eine Sauerei sag ich euch „KOTZ“.

Am Ende ging die Geschichte aber glimpflich aus und an der Beerdigung der kleinen Marie sprachen sich Frukun, der angezeigt wurde, und die Familie aus. Auf dem Nachhauseweg wurde Frukun dann vom Vater niedergeschlagen und an einen Pitbull verfüttert „WUFF“. Ende gut alles gut.

 

Kündige niemals einer Pflegefachfrau
Eine liebevolle, junge Frau mittleren Alters lebte in einem alten, heruntergekommenen Militärbunker. Eines ihrer grössten Hobbys waren Insekten züchten, vor allem Engerlinge, Würmer, Tausendfüssler, Maden und weitere eklige Tiere. In dem Betrieb was sie eine hervorragende Pflegefachfrau, die ein gutes Handling für Injektionen und andere Medizinaltechnische Verrichtungen hatte. Sie hatte sehr viele Freunde, diese lud sie aber nie zu sich nach Hause ein. Durch einen Fehler am Arbeitsplatz, der erhebliche Auswirkungen hatte, kündigte ihr der Stationsleiter. Sie war sehr schockiert und wusste nicht, wie sie sonst ihre Zucht finanzieren könnte.

Der Hass auf ihren ehemaligen Betrieb wurde immer grösser, so dass sie einen Racheplan ausheckte. Nächtliche Besuche gehörten nun zu ihren neuen alltäglichen Beschäftigungen. Sie klaute etliche Injektionsmaterial, wie zum Beispiel Kanülen, Stechampullen, Fertigspritzen, Betäubungsmittel und Lösungen.

Zu Hause bereitete sie Ihre Larven in die Lösungen vor, um sie später dem ehemaligen Stationsleiter zu injizieren, um ihm ein lebenslängliches Andenken zu verpassen. Also musste sie zuerst einige Übungsobjekte besorgen. Maskiert und mit ihrem aufgezogenen Injektionsmaterial benutzte sie den Hintereingang des Spitals. Mit ihrem sehr geschicktem Vorgehen, konnte sie eine Praktikantin im dunklen Kellergang abfangen, injizierte ihr eine zu hohe Dosis Anästhetikum und schleppte sie in die Aufbahrungshalle. Sie fesselte die Praktikantin mit Gurten an den Schragen, um ihr so die Mischlösung von NaCl 0.9% und den Insektenlarven zu injizieren. Sie spritzte es ihr in die verschiedenen Gliedmassen. Sie begann mit Wurmeiern und die Fingernägel. Diese Injiektionsart heisst subunguis. Als sie bemerkte, dass die Praktikantin langsam wieder aufwachte, verliess sie still und unbemerkt den Raum. Als sie das Spital verlassen wollte, traf sie auf eine Reinigungsfachfrau, die um Hilfe schrie, da sie maskiert war. Glücklicherweise hatte sie eine zweite Dosierung eines Anästhetikums und verabreichte ihr dieses v.gl. Mit dem Skalpell öffnete sie den Bauchraum sternförmig. Aus ihrer Manteltasche holte sie eine Dose mit gefüllten, dicken, schwarzen Spinnen hervor. Sie öffnete die Dose mit gefüllten, dicken, schwarzen Spinnen hervor. Sie öffnete die Dose und platzierte die Spinnen in den offenen Bauchraum. Mit einer Klarsichtfolie verschloss sie die offene, sternförmige Öffnung. Damit man von aussen sehen konnte, wie die Spinnen den Magen-Darmtrakt in Beschlag nehmen.
Zuhause bereitete sie den Racheplan des Stationsleiters vor, welcher der nächste und letzte werden sollte. Sie mischte ein abgelaufenes Eisenpräparat und mischte es mit Fadenwurmeiern. Sie zog mehrere Spritzen auf und machte sich mit denen auf den Weg.

Als der Stationsleiter die Abwurfsbehälter im Keller entsorgen wollte, nutzte sie die  Gelegenheit, um ihn abzufangen. Bei ihm applizierte sie kein Anästhetikum, da er leiden sollte. Sie hängte ihn am Bettbügel auf, damit er sich nicht wehren konnte. Sie applizierte die Dosis mit einer Aufziehkanüle in die Peniseichel, die Lippen, Arme, Beine und zu guter Letzt auch direkt in den Augapfel. Da das Eisenpräparat sehr dunkel war und die Würmer bereits im Körper geschlüpft waren, sah man diese herumkriechen und spürte wie sie durch den ganzen Körper vorwärts krochen. Am Schluss verkündigte sie ihm: Schnipp Schnapp Schnäbeli ab! Und seit dem (spritzt) kündigt der Stationsleiter niemandem mehr.

Zwei Leben
Langsam öffnete ich die Augen, mein Kopf schmerzt. Wo bin ich? Ich bin in einer verdreckten, dunklen Gasse. Ich schaue an mir herunter, ich erkenne mich nicht wieder. Wo ist mein Anzug? Und meine Aktentasche? Stattdessen trage ich verrissene Jeans und ein verlumptes T-Shirt und meine Arme, wieso habe ich so viele Stichverletzungen? Das Quitschen eines Autos schreckt mich auf und ich schaue nach oben. Ich entdecke in der Scheibe des Autos ein Spiegelbild, kann es aber nicht erkennen, während dem flatuliert eine Maus im Klavier von Beethoven. Langsam richte ich mich auf und schaue mich genauer um. Einige Meter neben mir liegt eine Leiche, meine Leiche. Thathathataaaaa! Wie kann das sein? Wem gehört dieser Körper? Langsam bewege ich mich auf das Schaufenster gegenüber zu und betrachte mich. Während ich mich so ansah, kamen die Erinnerungen zurück. Als ich gerade das Facelifting der Queen Elisabeth beendet hatte, war es spät. Der Eingriff dauerte länger als geplant. Ich machte mich müde auf den Nachhauseweg. Da mein Haus nur wenige Blocks von meiner Praxis entfernt liegt, ging ich das Stück zu Fuss. Ich wurde von einem Schrei in eine Seitengasse abgelenkt. Langsam lief ich in die Gasse hinein, um nach der Ursache zu forschen. Doch da war nichts. Ich drehte mich um und wollte wieder gehen. In dem Moment bekam ich einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf. Ich nicht, wie lange, aber ich vermute, dass ich einige Stunden hilflos in den Gassen umher irrte. Plötzlich fing ich an zu zittern. Ich bekam einen Schweissausbruch und eine mir unbekannte Aggressivität baute sich in mir auf. Ich musste nur noch eins und eins zusammen rechnen und als ich in meine Hosentasche griff, bestätigte sich mein Verdacht. Eine Spritze und eine Stechampulle mit Morphin, welche bereits verbraucht sind. Ich schaute auf und suchte hektisch nach einem Fenster oder Spiegel. Ich entdecke ein Schaufenster und laufe darauf zu. Ich schaue hinein und sehe Charlie Sheen. Ein erneuter Wirkungseintritt von den vorherigen Symptomen überkam mich. Mein Körper schrie nach einer Dosis Opium. Doch ich bin Arzt, ich darf keine Drogen nehmen. Ein schizophrenes Gefühl überkam mich. Ich wollte dagegen ankämpfen. Ich wollte mir keine Opioide Injektion geben. Das Verlangen von meinem Körper wurde immer stärker und stärker. Mein Körper benutzte mein Gedächtnis und es gab einen Konflikt zwischen meinem Geist und dem Körper. Der Bäcker der keine Brötchen mehr hatte, kaufte sich eine Giraffe. Mein Geist einigte sich mit dem Körper auf eine Dosis Morphin, jedoch nur mit sauberen Einwegmaterialien. Ich ging zu meiner Leiche zurück und holte den Praxisschlüssel aus der Aktentasche. Nun machte ich mich schneller als eine Schnecke auf den Weg zur Praxis. Als ich drin war, ging ich zum Giftschrank, holte eine Ampulle Morphin und sauberes Besteck. Endlich konnte ich mir den lang ersehnten Schuss geben. Auf Grund der Missachtung der 7-R Regeln, kontrollierte ich das Verfalldatum nicht. wie es das Schicksal so wollte, war diese Ampulle längst abgelaufen. Wie ich von der Hölle aus beobachtete, ergab die Autopsie, dass die Todesursache ein Herzinfarkt war. Ein Glück, habe ich diese Ampulle Morphin nicht der Queen gespritzt …

Die unsterile Kanüle
Lieber André
Vielleicht kennst du uns noch. Wir sind die Firma, welche vor dem Konkurs stand. Mit deinem guten Tipp hast du uns unterstützt. Wir schreiben dir diesen Brief, damit du Bescheid weißt, wie alles geendet hat:
Unserer Firma INJECTIONSEPTION ging es jahrelang gut. Doch wegen all dieser neuen Firmen aus dem Ausland, die ihre Ware viel billiger herstellen und verkaufen, können wir mit unserer Firma nicht mehr mithalten. Wir müssen unsere Waren billiger herstellen und teurer verkaufen. Doch bloss wie? Ein Kollege namens André, der in der gleichen Branche tätig ist, hat uns guten Ratschlag gegeben. Ein wenig Risiko, aber was solls, es geht schliesslich um die Existenz unserer Firma. Der Tod vieler Patienten wird zwar im Weg stehen, aber das ist egal. Unserer Fabrik soll es gut gehen. Wir und unsere Mitarbeiter müssen auch leben können. Die Durchführung unserer Planes ist sehr korrupt. Wir werden zusehen, dass wir nicht die Deppen sind, sondern der Arzt oder das Pflegepersonal (FAGE) als Fehlerquelle dastehen. Wir haben aber trotzdem alle Vorbereitungen getroffen, falls wir auffliegen würden. Alle Informationen über unsere Firma und Herstellung der Ware sind falsche Angaben. Nach über vier Monaten Vorbereitung beginnt endlich die lange bevorstehende erste Herstellung. Das Material, das eigentlich steril verpackt wird, ist in Wirklichkeit UNSTERIL! Wir waschen die Kanülen und Spritzen in normalem Wasser und benützen keinen Autoklaven. Desinfektionsmittel werden nicht nach der exakten Dosierung hergestellt, sondern nach der Dosierung für Topfmaschinen. Damit können wir Unmengen an Geld sparen und es fällt niemandem auf. Seit einigen Monaten läuft nun das neue Konzept, bis jetzt hat es nur einen unaufgeklärten Todesfall gegeben. Die Kommissare vermuten das die Schuld beim Pflegepersonal liegt, welches unsteril gearbeitet hat. Unser Plan geht super auf, wir wissen, dass das was wir machen, nicht moralisch und fahrlässig ist. Durch die vielen Unfälle sparen auch die Krankenhäuser und die Pflegebetriebe. Diese haben uns durch eine Undergroundgruppe ausfindig gemacht. Ihr denkt jetzt sicher, dass sie uns bei der Polizei verraten. Falsch gedacht! Sie haben uns einen Millionendeal gemacht, damit wir nicht aufhören, da sie die ganze Idee super finden. So machen alle mehr Profit und niemand muss es jemals erfahren.

Danke für den super guten Tipp. Wir sehen uns in 25 Jahren wieder. Die Polizei kam uns am Schluss doch auf die Schliche und nun sitzen wir hinter Gitter in einem grausamen Gefängnis.
Freundliche Grüsse, wir sehen uns in der Hölle!!!
Das INJECTIONSEPTION Team

Farbige Injektionen
In Amerika der nahen Zukunft werden Verbrecher nicht eingesperrt, sondern ihre Hautfarbe wird durch die Injektion eines Virus verändert. Die Farbe verrät, welches Vergehen sie begangen haben: Gelb steht für Diebstahl, Blau für Pädophilie, Rot für Mord. Gemeinsam ist den sogenannten Verchromten: Sie haben keinerlei Rechte. Jeder darf sie schlagen, vergewaltigen, töten. Hannah ist eine Rote. Sie wurde als Mörderin gekennzeichnet.

Hannah war damals 19 Jahre alt. Sie war sehr beliebt bei allen und ein sehr schönes Mädchen. Doch wer Freunde hat, hat auch Feinde. Immer wenn sie alleine war, hörte sie Geräusche. Sie fühlte sich oft beobachtet. Eines abends verpasste sie den Bus und musste nach Hause laufen. Dunklen Strassen entlang mit vielen Bäumen und Büschen. Plötzlich hörte sie Schritte hinter ihr. Sie fing an, schneller zu laufen, doch die Schritte kamen immer näher. Sie sprang los, doch auf einmal stand ein Mann vor ihr. Er war ganz rot. Sie wusste, was das heisst. Er ist ein Mörder! Sie wollte weg springen, doch er hielt sie fest. Auf einmal zückte er ein Messer aus der Tasche. Hannah sah das und konnte ihm das Messer aus der Hand reissen. Sie stach einfach auf den Mann zu. Sie merkte, wie der Mann sie langsam los lässt und zu Boden fällt. Die rote Farbe verblasste langsam aus seinem Gesicht und er hatte wieder seine natürliche Hautfarbe, der Mann war tot, er bewegte sich nicht mehr. Sie schaute den Mann an, doch sie kannte ihn nicht. Sie rannte den Rest des Weges nach Hause und legte sich ins Bett.
Am nächsten Morgen ging sie zur Arbeit. Sie arbeitete in einem Spital in der Stadt als FaGe. Sie fing an, über gestern Nacht nach zu denken, sie dachte,  das was passiert ist, war alles nur ein Traum. Im Bus dorthin sah sie die Stelle, wo gestern der Mann gestorben war. Alles war abgeschlossen, Polizisten und Rettungssanitäter waren dort. Sie merkte jetzt, dass es kein Traum war. Kaum bei der Arbeit angekommen, fingen sie zwei Polizisten ab. Sie konnte sich schon vorstellen warum. Im Polizeirevier wurde sie abgefragt. Ihr Geldbeutel ist bei dem Mann aufgefunden worden. Sie hat keine andere Wahl. Sie muss es zugeben. Sie sagte, dass alles nur Notwehr gewesen ist, weil er sie umbringen wollte. Sie sagte auch, dass er rot gefärbt war, also ein Mörder war. Die Polizisten glaubten ihr nicht. Da der Mann seine rote Hautfarbe verloren hat. Sie sagten ihr, dass sie als Strafe rot geimpft werden muss. Sie bekam Angst, es war doch Notwehr, sagte sie. Keine Chance. Eine Ärztin ist schon mit der Spritze eingetroffen und legt alles bereit. Hanna will wegrennen doch 2 Polizisten halten sie fest. Hannah hat grosse Angst vor Spritzen und die Kanüle an dieser Spritze ist sehr gross. Sie will sich wehren, doch die Polizisten sind zu stark für sie, also blieb sie besser still. Die Kanüle bohrt sich durch ihre Haut und die Viren werden ihr injiziert.

Mit der Zeit haben alle erfahren, was passiert war. Hannah verlor am gleichen Tag noch ihren Job als FaGe und sie wusste auch, dass sie mit dieser Hautfarbe so schnell keinen Job finden wird. Sie wird von allen schräg angeschaut und beschimpft. Alle Freunde und Bekannte wenden sich von ihr ab. Sie fühlt sich von niemandem verstanden und wird fast täglich beschimpft und geschlagen. Weil man das ja mit diesen Menschen machen darf. Nach einem Monat voller Einsamkeit, Prügel, Beschimpfungen und Hass steigt sie auf die nächste Brücke und springt …
Mein erster Arbeitstag im Spital XY
Ich mache mit auf den Weg zu meiner neuen Station im Spital. Meine Nervosität steigt immer höher. Ohh .. was für ein süsser Arzt!!! Hoffentlich ist mein Make-Up nicht verschmiert. Im Stationszimmer begrüsst mich mein neues Team herzlich und heisst mich Willkommen. Da kann ja wohl nichts mehr schief gehen.
Kaum angekommen, werden die Aufgaben verteilt. Mein erster Auftrag ist, dass ich einem Patienten Insulin verabreichen darf. Ich mache den Schrank auf, da fliegt mir eine Stechampulle entgegen und zerspringt in 1’000 Stücken auf den Boden. Schnell habe ich das aufgewischt und weggeräumt, bevor es jemand sieht. Soo … weiter geht’s! Laut der Verordnung des Arztes wird 4IE s.c. injiziert. Die Suche nach dem NovoRapid geht los. Im Medischrank finde ich es nirgends. Ach ja … es wird ja im Kühlschrank gelagert. Nach kurzem Suchen finde ich den Kühlschrank. Nun ziehe ich die gewünschte Injektionslösung auf. Opps … jetz berührte ich ausversehen den Stempel der Spritze. Egal, kann ja mal vorkommen. Nach dem Aufziehen des Insulins kontrolliere ich die exakte Dosierung und das Verfalldatum. Es ist schon ein paar Tage abgelaufen, ich verwende es trotzdem. Nützt nichts, schadet’s nicht. Ich marschiere mit der Spritze in der Hand Richtung Patientenzimmer. Wo ist es? Hoppla … ich liege am Boden! Autsch … was tut mir weh! Oh Mist!!! Ich habe mich ausversehen in den Oberschenkel gestochen. Wie fahrlässig von mir … Was sind nun die Nebenwirkungen? Oh die Wirkung tritt schon ein und mir wird’s schon ganz komisch. Was soll ich nur tun? Bin ja schon ganz nass geschwitzt … Bin ich so aufgeregt? Jetzt ist es schon ganz schwarz um mich. Was ist passiert? Ist Stromausfall oder schon so spät?
Nun öffne ich langsam meine Augen. Ohh … der süsse Arzt steht vor mir. Was will er von mir? Was ist überhaupt passiert. Ist mein Make-Up noch in Ordnung? Er erklärt mir, dass ich bewusstlos auf dem Flur gefunden wurde und in den Notfall gebracht wurde. Es wurde festgestellt, dass ich an Diabetes Typ 2 leide. Ich frage den Arzt schüchtern: „Darf ich etwas Süsses haben?“

 

 

2 0 5460 30 Januar, 2014 AKTIV Januar 30, 2014

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