Lesetipp Riitta
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Umweltschutz zu Hause

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt davor, dass Kunststoffverpackungen Schadstoffe an Lebensmittel abgeben. Papier gibt zwar keine Schadstoffe an Lebensmittel ab, doch viele Verpackungen aus Papier sind mit einer dünnen Plastikschicht überzogen. Was ist nicht gut daran?

Unser sorgloser Umgang mit Plastikabfällen, die nicht biologisch abbaubar sind, belastet die Umwelt. Wusstet ihr, dass eine Pet Flasche gut 400 Jahre braucht, bis sie zerfällt? Die genauen Folgen vom Gebrauch von PET, PVC, Polycarbonat, Polystyrol etc. sind noch nicht absehbar. Bekannt ist aber, dass diese Kunststoffe Erkrankungen auslösen können. Ein Leben ohne Plastik – geht das?

Wenn ihr euren Abfall reduzieren möchtet, müsst ihr auf Fertiggerichte und Take-aways verzichten. Das selbst gemachte Essen in einer Lunchbox und ein warmes Getränk in einer Thermosflasche werden in Kürze zur Gewohnheit. Etwas komplizierter wird es, wenn ihr eure eigenen Putz- und Waschmittel herstellen wollt. Die meisten Reinigungsprodukte sind nämlich in Plastik verpackt. Das Gleiche gilt für Kosmetika. Den allergrössten Anteil des Haushaltsmülls schleppt man aber beim Lebensmitteleinkauf nach Hause. Falls man nach dem „Zero Waste“ Prinzip leben möchte, packt man ab sofort alles selber ein. Kleine Stoffbeutel, Wäschenetze oder Gläser eignen sich gut dazu.

Eine Umstellung braucht seine Zeit. Fangt langsam an, indem ihr zum Beispiel euren Müll analysiert. Die Auswertung wird euch überraschen! Nach und nach wird sich euer Konsumverhalten ändern und ihr werdet feststellen, dass Nachhaltigkeit mehr ist, als nur das Bio-Label im Supermarkt. Textilien enthalten oft chemische Giftstoffe, weshalb wir beim Einkauf auf die Verarbeitung des Stoffes achten sollten. Viele Designerinnen und Designer wollen neue Wege einschlagen und ressourcenschonende Mode herstellen. Zu kaufen gibt es bereits seidenweiche, aus Milchfasern hergestellte Kleider, Jeans aus recycelten Plastikflaschen oder auch kompostierbare Kleidungsstücke, die sich vollständig biologisch abbauen.

Auffallend ist, dass sich vermehrt junge Menschen mit dem Thema Umweltschutz im Alltag befassen. Die Autorinnen der hier empfohlenen Bücher wollen den nachkommenden Generationen eine annähernd intakte Welt hinterlassen und setzen gerne ihre Ideen konsequent um. Die vielen Tipps für den nachhaltigen Alltag sind leicht umsetzbar und deshalb wirklich einen Versuch wert!

Anneliese Bunk & Nadine Schubert
Besser leben ohne Plastik : Tipps und Rezepte, die zeigen, wie es anders geht
München : oekom Verlag, 2016
108 Seiten
ISBN 978-3-86581-784-6

Signatur: 502.7

Shia Su
Zero Waste: weniger Müll ist das neue Grün
Linz : Freya Verlag, [2016]
159 Seiten

ISBN 978-3-99025-273-4

Signatur: 502.7

Sonja Eismann & Nina Lorkowski
Fair für alle! : warum Nachhaltigkeit mehr ist als nur „bio“ Weinheim : Beltz & Gelberg, 2016
166 Seiten
ISBN 978-3-407-82179-9

Signatur: 330.19

 

Text: Riitta Wiss, GIBZ Mediathek

 

PS: Die besprochenen Titel sind in der GIBZ-Mediathek vorhanden.

1 0 581 03 April, 2017 Media April 3, 2017

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