Unerwünschte Nebenwirkungen: das Plastik-Problem der Medikamentenbecher
Unerwünschte Nebenwirkungen: das Plastik-Problem der Medikamentenbecher
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Unerwünschte Nebenwirkungen: das Plastik-Problem der Medikamentenbecher

Plastikverbrauch in der Pflege

In den Pflegeheimen oder Spitälern werden häufig Medikamente verabreicht, man kann es kaum glauben, aber es stimmt. Medikamente werden zum Teil noch im Blister, schön angerichtet in einem Medikamentenbecher, dem Patienten übergeben. Dieser nimmt das Medikament ein und was passiert mit dem Becher?!

Diese Frage haben wir, zwei angehende Fachmänner Gesundheit im 2. Lehrjahr, uns gestellt und nachgeforscht.

Unsere beiden Arbeitgeber könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber was beide gemeinsam haben, ist der immense Verbrauch an Plastik. Wir haben uns gezielt auf die Medikamenten-Becher konzentriert und ausgerechnet, wie viel unsere beiden Arbeitgeber verbrauchen.
Wir hatten für diesen Auftrag genau 3 Wochen Zeit. Wir stellen auf dem Foto dar, wie viele Medi Becher zusammenkamen, während wir an diesen Auftrag gearbeitet und ihn fertig gestellt haben.

 

5 Medikamentenbecher pro Person                          5

2 Patienten in einem Zimmer                                 10

20 Zimmer pro Abteilung                                     200

4 Abteilungen                                                     800

Total:                                                                   800 Plastikbecher pro Tag

Das sind im Zeitraum von 3 Wochen (Arbeits-Auftragsdauer) 16’800 (!) Becher!

In einer der beiden Institutionen hat man vor Jahren vom Einwegmaterial auf mehrfach verwendbares Material gewechselt. So konnte man die Kosten senken und auch weniger Abfall produzieren. Die wieder verwendbaren Becher werden – um den hohen Hygiene-Anforderungen zu entsprechen – nach jeder Kontaminierung (Nutzung) gewaschen und sterilisiert. Nach mehreren Anwendungen werden aber auch diese aussortiert und ersetzt. Das mehrfache Waschen beschädigt das Plastikmaterial und es kann nicht mehr garantiert werden, dass ein Medikament keimfrei zum Patient gelangt.

Joel Fischer & Jonas Bösch, Lernende FAGE2C

2 0 270 13 Dezember, 2018 AKTIV Dezember 13, 2018

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