Auslandspraktika Leonardo Da Vinci: Live aus Shanghai #02
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Auslandspraktika Leonardo Da Vinci: Live aus Shanghai #02

8. Oktober 2019

Shanghai – eine grossartige Stadt! Alles aufregend, viele neue Eindrücke, viele neue Gesichter und vor allem – riesig! Mit den vielen neuen Eindrücken, machte ich mich auf den Weg in mein 3-wöchiges Praktikum und war bereit und offen für Neues.

Die ersten Tage gingen so schnell vorbei, weil man aus dem Staunen gar nicht herauskam: überall hat man immer wieder neue Gebäude, Restaurants, Läden und vieles mehr entdeckt. Deshalb war es für mich zunächst wichtig mich ein wenig zurechtzufinden. Mit den Tagen verstärkte sich auch das Wohlbefinden. Ich bin in dieser mir so ganz fremden Welt angekommen und wusste mir zu helfen: ganz wichtig war der Zugang zum mobilen Internet und eine Metro-Karte.

Und die Arbeit hat nicht auf sich warten lassen. Es gab eine Einführung, ein Statusmeeting und wir gingen gleich ans Eingemachte. Mein Projekt: Monitoring- App für den CoderBunker. Das ist ein Ort, wo sich Freelancer auf monatlicher Basis «einmieten» können und einen Arbeitsplatz mit Internet, Drucker etc. bereitgestellt wird. Der Name kommt daher, weil es wirklich ein Bunker unter der Erde ist, der 2016 einen Award für das Büro mit der besten Luft in Shanghai erhalten hat. Die Luft hier in der Stadt ist wirklich sehr verschmutzt und ich vermisse die saubere und erfrischende Schweizerluft sehr. Deshalb bin ich froh, hier «unten» zu sein, wo die Luft gefiltert wird.

 

Arbeiten im CoderBunker

Damit das Wohlbefinden der Freelancer weiter erhöht werden kann, wollen sie hier in jedes Büro eine Art Sensor einbauen, welche die Raumtemperatur, den CO2-Gehalt, die Luftfeuchtigkeit etc. messen und bei ungünstigen Werten einen Alarm ausgeben kann. Die letztjährige Gruppe hat das System schon recht weit entwickelt und wir müssen es eigentlich nur noch verbessern. Aber Fakt ist, dass das bestehende Produkt noch nicht sauber funktioniert. So wollen wir alles nochmals von Grund auf konfigurieren. Dafür haben wir zwei Elektroniker, einen Applikationsentwickler und mich, einen Systemtechniker, um dies zu bewerkstelligen.

 

 

 

 

Jeder hat seine Aufgaben: Die Elektroniker bauen die Sensoren, der Entwickler sorgt für das Programm und die Daten und ich bin für die Konnektivität und das gesamte Netzwerk zuständig. Da die Sensoren ja durch das interne Wifi-Netz kommunizieren und dieses sehr viele Probleme macht, ist dies nun meine primäre Aufgabe. Ein sauberes Netzwerk als Fundament aufzubauen, damit die anderen ihre Aufgaben erledigen können. Ich muss ehrlich gestehen, es gibt einige komplexere Probleme, welche nicht auf Anhieb gelöst werden können, da wir ja mit einer VPN ins Internet kommen, und so die chinesische Firewall Blockade umgehen. Aber es macht mir sehr Spass!  Troubleshooting, sich in schwierige Themen zu vertiefen und Lösungen zu finden – das ist genau die richtige Aufgabe für mich.

 

 

 

Nun zu meinem persönlichen Befinden. Ich mag Shanghai wirklich: die Leute, das Essen die Umgebung und viele schöne Orte. Man muss meiner Meinung nach einmal im Leben hier gewesen sein. Es ist halt einfach komplett anders als in der Schweiz, alles ist lockerer. Die Termine werden nicht immer eingehalten, man verspätet sich etc. Was mir persönlich wiederum nicht so gefällt. Ich bin es gewohnt, dass bei einem auf 10 Uhr angesetzten Meeting, alle um 10:00 Uhr da sind und das ist hier nicht der Fall. Was mich auch sehr stört ist die Luft, sie hat einen «Eigengeschmack», was ich so vorher nicht kannte. Nun, die Hälfte des Aufenthaltes ist bereits um und ich habe noch einiges vor in der nächsten Zeit. Ich bin gespannt, was mich noch alles erwarten wird und bin gespannt darauf.

 

Liebe Grüsse aus Shanghai

Ibish

Der Teilnehmer Ibish Tola stellt sich vor: 

Schon von Kindesbeinen an hatte ich ein Flair für Technik. Bald fand ich heraus, dass man mit einem Computer sehr vieles anstellen kann. So war ich schon in der 6. und 7. Klasse damit beschäftigt, PCs selbstständig zusammenzubauen und aufzusetzen. Ich hatte meinen Traumberuf, Informatiker, gefunden!

An meinem Beruf liebe ich die Abwechslung und mein Lehrbetrieb bietet mir die Chance, mich in dem «Gebiet», in dem ich mich wohlfühle, zu verwirklichen. So habe ich meine Leidenschaft für Netzwerk gefunden. Dank meines hohen Engagements lässt mir mein Lehrbetrieb sehr viel «Spielraum», um mich zu entfalten. Von kleineren Problem-Tickets bis hin zur Planung und Realisierung von ganzen IT-Infrastrukturen für Kunden, darf ich alles machen.

Vor meiner Ausbildung durfte ich das Militär in der Fliegerabwehr (STINGER) in Payerne absolvieren. Dies hat mich vor allem Selbstständigkeit und Willenskraft gelehrt, was ich eins zu eins in meine Ausbildung mitnehmen konnte.

In meiner Freizeit spiele ich Basketball und gestalte Reisefilme. Zuhause habe ich mir eine kleine Infrastruktur mit Firewall, Switchen, Servern etc. aufgebaut.

Nach Lehrabschluss darf ich in meinem jetzigen Betrieb bleiben und will berufsbegleitend noch die höhere Fachschule am GIBZ besuchen und den Dipl. Techniker HF in Systemtechnik machen.

Text und Bilder:

Ibish Tola, Informatiker Systemtechnik EFZ, 4. Lehrjahr,  

Lehrabschluss: Juli 2020,  ITpoint Systems AG, Rotkreuz 

 

Weitere Informationen:

Alles Wissenswerte zu Auslandspraktika finden Sie auf der Homepage Leonardo da Vinci

Auskunft bei: Andrea Turtschi, Koordinatorin am GIBZ für Berufspraktika im Ausland, E-Mail: mobil@gibz.ch

Gut zu wissen: die Erfahrungsberichte von Lernenden, die ein Berufspraktikum im Ausland absolviert haben, finden Sie hier auf diesem Blog unter den Tags „Auslandspraktikum“ oder „Leonardo da Vinci“.

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