Black Friday - so what!?
Black Friday – so what!?
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Black Friday – so what!?

Morgen Freitag ist es wieder soweit: Der Black Friday-Rummel (um nicht zu sagen „Sturm“!) geht los.

Einige Anbieter haben den Tag zur Woche gemacht und so werden wir in diesen Tagen eingedeckt mit Algorithmus-basierter Werbung, haargenau auf uns zugeschnitten, die ungehindert unser elektronisches Postfach schwemmt oder wenn wir Glück/Pech haben auch mal im Spam-Ordner landet.

Was hat es mit diesem Höhepunkt/Tiefpunkt unseres Lebens als Konsument:innen auf sich? Woher kommt dieser schwarze Freitag und wann hat er sich in unser Leben geschlichen?

In Wikipedia ist nachzulesen, dass der Black Friday (schwarzer Freitag) in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt wird. Da Thanksgiving immer auf den vierten Donnerstag im November fällt, gilt der darauffolgende Freitag als Start in ein traditionelles Familienwochenende und als Beginn der Weihnachtseinkaufsaison.

Und weiter:
Der Black Friday ist eine Verkaufsveranstaltung des Einzelhandels, die Rabatte in den Fokus stellt und zum Kauf von Produkten anregen soll. Mittlerweile ist die Rabattaktion in vielen Industrienationen bei zeitlicher Übereinstimmung übernommen worden, vor allem auch im Internet.

In der Schweiz gab es ab 2007 die ersten Black-Friday-Angebote von kleinen Onlineshops.
Erst seit 2015 macht Manor als erster grosser Detailhändler beim Shoppingevent mit. Das Unternehmen erzielte an diesem Tag einen dreimal höheren Umsatz als an einem normalen Freitag. 2016 folgten zahlreiche andere grosse Shops dem Vorbild Manors und starteten ebenfalls mit Rabattaktionen. Die Nachfrage der Kunden war so gross, dass diverse Onlineshops teilweise für mehrere Stunden nicht erreichbar waren.
Im Jahr 2018 erwarteten Experten im Schweizer Handel einen Umsatz von 440 Millionen Franken am Black Friday. Auch wenn die Unternehmen Umsatzrekorde ausweisen konnten, warnten Branchenexperten vor den langfristigen wirtschaftlichen Folgen für den Schweizer Handel. So sei die Vorweihnachtszeit ohnehin die umsatzstärkste Zeit, so dass die Rabattaktionen die Profitabilität mindern und bei den Kunden die Erwartung erhöhen, besondere Angebote vor Weihnachten zu erhalten.

Der als eintägiges „Shopping Event“ gedachte Black Friday wird oft auf mehrere Tage verlängert (und dann auch als Black Week bezeichnet) […]

So sehr diesen Tag viele lieben und entsprechend Geld ausgeben – es gibt auch kritische Stimmen, v.a. von Konsumenten-Schutz-Organistionen, auch dazu meint Wikipedia:

Verbraucherschützer kritisierten, dass die Rabatte bei Verkaufsaktionen wie dem Black Friday […] 2015 oft „künstlich“ aufgeblasen seien. Oft würde der Rabatt nicht ausgehend vom tatsächlichen Marktpreis, sondern von der weit über den handelsüblichen Preisen angesetzten unverbindlichen Preisempfehlung oder Mondpreisen berechnet. Bei Vergleichen mit anderen Anbietern relativierten sich die Rabatte. So seien oft nur noch echte Preisnachlässe von 10 bis 25 % realistisch – anstelle der ausgelobten 50 oder 60 %.  Zu einem ähnlichen Urteil gelangte auch das Portal Mydealz, das für die Black Fridays 2013 bis 2015 nach eigenen Angaben 1400 Angebote analysierte. Der Auswertung zufolge konnten Konsumenten bei den Black-Friday-Aktionen in den Jahren 2012, 2013 und 2014 bei Smartphones eine durchschnittliche Ersparnis von 26 Prozent, bei Spielekonsolen von 20 Prozent, bei Fernsehern von 11 Prozent und bei Mode von 50 Prozent erzielen.

Seit 1992 wird dem Aktionstag die Konsumverweigerung durch Ausrufung eines Kauf-nix-Tags
(Buy Nothing Day) entgegengesetzt.

Ob dieses Jahr, mit all den unterbrochenen Lieferketten, die am Black Friday bestellte Ware dann auch wirklich eintrifft? Ich würde meine Hand dafür nicht ins Feuer legen… hoffen wir, dass die Objekte der Begierde dann nicht erst am Gründonnerstag geliefert werden 😉

Beitrag zusammengestellt von: Brigit Weiss, Blogteam Mediathek
Quelle: Wikipedia (24.11.21)
Beitragsbild: THX an Pixabay

4 0 80 25 November, 2021 INFORMATIV November 25, 2021

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