In the middle of the moment – Coronavirus, Lockdown, Homeschooling
In the middle of the moment – Coronavirus, Lockdown, Homeschooling
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In the middle of the moment – Coronavirus, Lockdown, Homeschooling

Die Lernenden des Berufs Reifenpraktiker, ATRP1A + B, berichteten in einer Sprachaufgabe über ihre Alltagserlebnisse und Gedanken zu Corona-Zeiten. Hier ein paar Auszüge aus ihren Texten:

Mit meiner Mutter und meinem Stiefvater gehe ich am Wochenende oft bräteln. Wir machen zuhause Teig für Schlangenbrot und nehmen Würste mit. Durch das Coronavirus verbringe ich viel mehr Zeit mit meiner Familie.

Aber ich habe auch Positives gehört. Meine Mutter hat mir erzählt, dass in Indien der Himalaya das erste Mal seit 30 Jahren wieder zu sehen ist, weil es viel weniger CO2 in der Luft hat, da die Menschen nicht mehr raus dürfen und die Fabriken geschlossen sind.

(Nicola)


Niemals in meiner besten Übung von Fantasie hätte ich mir vorstellen können, was uns COVID-19 jetzt beschert. An unserem Arbeitsplatz haben wir natürlich einige Veränderungen machen müssen, z.B. dürfen wir nur noch zu viert im Pausenraum sein. Mein liebstes Hobby kann ich auch nicht mehr ausüben, beim SC Emmen wurden alle Aktivitäten bis auf weiteres abgesagt.

Da meine ganze Familie in Portugal lebt, ist die Sorge gross, weil wir weit weg sind und Reisen heute sehr schwierig ist. Wir sind häufiger in Kontakt mit unseren Verwandten und die neuen Technologien erleichtern uns das sehr.

Wenn uns COVID-19 erwischt, sind wir niemand: Also lasst uns bescheidener sein und dem Nächsten helfen.

(Gonçalo)


Im Betrieb haben wir auch Regeln aufgestellt. Zum Beispiel dürfen maximal 2 bis 3 Leute in der Werkstatt arbeiten, im Büro sind es zwei.

Mein Wunsch wäre heute, dass die Krise schnell vorbei geht.

(Lorenzo)


 

Mein Leben hat sich insbesondere in der Freizeit total verändert. Am Anfang des Lockdowns war ich auf Kurzarbeit, dann musste ich auch noch Ferien nehmen.

Diese waren Horror! Mir war extrem langweilig, weshalb ich fast den ganzen Tag ferngesehen habe. Für die Zukunft hoffe ich, dass sich die Wirtschaft bald wieder erholen kann, und dass in ein paar Monaten die gesamte Bevölkerung wieder einen normalen Alltag leben darf. (Dario)


 

 

 

In meinem Leben hat sich sehr viel verändert seit dem Lockdown, da ich ein Mensch bin, der eigentlich immer raus und aktiv sein muss. Nichts an dieser Sache ist positiv, alles ist negativ, es ist nicht das Leben, das man sich vorstellt.

Kein Mensch auf dieser Erde hätte gedacht, dass es so schlimm werden würde. Am Arbeitsplatz hat sich bei mir nicht sehr viel geändert. Wir haben neue Regeln und wir haben verkürzte Arbeitszeiten.

(Asmir)


Ich finde, der Bundesrat hat gute Massnahmen getroffen und gibt alles, um die Pandemie zu stoppen.

Man sollte schauen, dass man auf den Bundesrat hört. Wir müssen auch an die ältere Bevölkerung denken. Ich meine, es könnten von allen die Grosseltern sein.Der Bundesrat trifft gute Entscheidungen und man sollte echt auf sich achten. Natürlich bin auch ich froh, wenn der Friseur wieder offen hat 😊 (Edim)


Da die Pneuhäuser jetzt wieder offen haben, bin ich normal am Arbeiten – es ist sowieso gerade Saison.

Auf dem Foto sehen Sie mich in Arbeitskleidern. Ich hatte etwa zwei Wochen, in denen ich zuhause bleiben musste und wirklich nichts gemacht habe, ausser den Aufgaben für die Schule. Was hat sich positiv/negativ verändert? Bei mir hat sich ehrlich gesagt fast nichts verändert, ausser dass ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen kann und wir am Arbeitsplatz weitere strikte Regeln befolgen müssen. (Stefano)


 

 

 

 

Um die Gesundheits-Einrichtungen zu unterstützen, wurden 8000 Armeeangehörige mobilisiert, darunter auch ich. Ich diene zur Zeit im Grad eines Hauptfeldweibels in der Schweizer Armee für das Kommando Spezialkräfte. Ich musste mich sehr schnell an eine neue, relativ spartanische Lebensumgebung gewöhnen.

In dieser Krisenzeit bin ich stolz, wie belastbar die Schweizer Bevölkerung ist und wie effizient unsere Armee arbeitet.

Diese Zeit war für mich mit gemischten Gefühlen verbunden. Einerseits bin ich dankbar, dass ich meinem Land in einer solchen Lage dienen und viel Neues lernen konnte. Andererseits war es eine sehr schwierige Zeit, getrennt von Familie und Freunden, ohne Tagesroutine. (Sonny)


Das Corona-Virus hat die ganze Welt eingeholt, auch die Schweiz. Für mich hat sich nicht viel verändert. Ich arbeite immer noch.

Da jemand in meiner Familie zur Risikogruppe gehört, ist es für mich nicht einfach. Ich muss enorm gut aufpassen und trotzdem bei der Arbeit alles geben.

Seit gut vier Wochen haben wir Sommersaison. Es ist sehr erschreckend, wie viele Menschen trotz COVID-19 zu uns kommen, junge wie auch ältere Menschen, die lieber zuhause bleiben sollten. Natürlich mussten wir unseren Betrieb den neuen Verhaltensregeln anpassen. Wir versuchen so gut es geht, den Abstand einzuhalten. (Daniel)


Und die beiden Lehrpersonen?

A. Turtschi, Allgemeinbildung

Unterrichtsunterlagen fernunterrichts-tauglich machen, mit Lehrbetrieben telefonieren, an Videokonferenzen teilnehmen, regelmässig Absprachen mit dem Berufskunde-Partner treffen, untergetauchte Lernende aufspüren usw.

Und privat: bleiben Sie zuhause, klar doch – und da habe ich wie so viele andere – in den Frühlingsferien ausgemistet und aufgeräumt. Daneben nehme ich selber am Fernunterricht meiner Spanischgruppe teil; statt Treffen mit Freunden, viel telefonieren und in neu entstandenen WhatsApp-Gruppen chatten. Und last but not least: meinen Fuhrpark pflegen: abstauben, kleine und grosse Servicearbeiten verrichten und natürlich Reifenwechsel – ist jetzt schliesslich Saison! 😉


E. Heimgartner, Berufskunde

Ein langer Name: Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Abteilung Berufs- und Weiterbildung.

Wieso erwähne ich diesen Namen an erster Stelle? Weil er mich über lange Zeit beschäftigt hat. Die Abschlussklasse ATRP 2 am GIBZ steht vor dem QV.

Als Chefexperte des Gesamtschweizerischen QVs musste ich mir, zusammen mit der OdA (Trägerschaft und verantwortlich für den Beruf „Reifenpraktiker/in EBA“) angesichts der Corona-Pandemie Gedanken über die Durchführung des Qualifikations-Verfahrens 2020 machen.

Wir haben bei der interkantonalen Kommission Qualifikationsverfahren (KQV) für die Prüfung der „praktischen Arbeit“ in der beruflichen Grundbildung unseres Berufs eine schweizweit durchführbare Variante beantragt, die alle Vorgaben des Bundesrates einhält.

Der Entscheid des SBFI lautet: „Die Durchführbarkeit unter Berücksichtigung der aktuellen Vorgaben des Bundesrates wurden ihrerseits mit allen Betroffenen, Chefexperte und den internen Gremien, abgeklärt. Es wird eine zentrale Prüfung für den Teil „praktische Arbeit“ schweizweit umgesetzt“.

Das bedeutet im Klartext, dass die praktische Prüfung der Reifenpraktiker/innen EBA, wie geplant am GIBZ stattfinden werden. Die betroffenen Lernenden erhalten zur gegebenen Zeit ihr Aufgebot.

Ein grosses Kompliment an alle Lernenden, die sich flexibel und tatkräftig auf den Fernunterricht eingelassen haben und alles geben, um auch in Krisenzeiten ihre Lehre erfolgreich zu meistern. Weiter so, viel Mut und Geduld und ein grosses DANKESCHÖN!

3 Kommentare deaktiviert für In the middle of the moment – Coronavirus, Lockdown, Homeschooling 532 06 Mai, 2020 AKTIV Mai 6, 2020

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