Talentförderung am GIBZ – neu mit Elevator Pitch
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Talentförderung am GIBZ – neu mit Elevator Pitch

Die Vertiefungsarbeiten (VA) der Lernenden im Allgemeinbildenden Unterricht (ABU) konnten in diesem Jahr aufgrund der Corona Bestimmungen nicht öffentlich präsentiert werden. Dafür ist ein weiteres Format entstanden – der Elevator Pitch

Die Präsentation der Abschlussarbeiten ist für die Lernenden ein ganz besonderes Event. Sie erhalten Gelegenheit, ihrer Familie, den Vorgesetzten und Freunden zu zeigen, woran sie mit grossem Engagement während Wochen gearbeitet und viel Freizeit dafür investiert haben. Dieses Jahr ist bekanntlich alles anders – die beliebte Veranstaltung “Öffentliche VA-Präsentation” konnte nicht stattfinden.

Damit die Lernenden trotzdem ihre Arbeiten bewerben können, hat sich die Leiterin der Talentförderung am GIBZ, Claudia Hegglin, zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen das Format des Elevator Pitch für speziell prämierte Vertiefungsarbeiten ausgedacht.

[⇒ Wikipedia: “Ein Elevator Pitch, auch Elevator Speech oder Elevator Statement genannt, ist eine Methode für eine kurze Zusammenfassung einer Idee.”]

Gütesiegel Herausragende Vertiefungsarbeiten
Eingeladen waren alle Lernenden, die mit ihrer VA durch ausserordentliche Leistungen aufgefallen sind. Sei es durch die Entwicklung eines neuen Produktes, eines ausgereiften unternehmerischen Gedankens, akribischer Herangehensweise …. Ausserdem musste die Arbeit mit der Mindestnote 5.5 ausgezeichnet sein. Die Lehrpersonen haben die Lernenden, deren VA diesem Gütesiegel entsprechen, zur Teilnahme eingeladen, woraufhin sich 24 Teilnehmende zum Elevator Pitch angemeldet haben.

Sonderpreis Elevator Pitch

Im Gegensatz zu einer VA Präsentation, bei welcher der Inhalt ausführlich präsentiert wird, besticht ein Pitch durch überzeugendes Auftreten und präzises Darlegen des Projekts. Die Teilnehmenden hatten jeweils 5 Minuten Zeit, ihre Arbeit und sich selbst als Gesamtpaket der Jury zu präsentieren.Aber nicht nur der Pitch musste sitzen, auch die Jury war gefordert. Wie im bekannten Fernsehformat «In der Höhle des Löwen» hat sie innerhalb von wenigen Minuten entscheiden müssen, ob die Präsentation das Prädikat Normal, Überdurchschnittlich oder Hervorragend bekommen soll.

Die Teilnehmenden erhielten nicht nur ein entsprechendes Zertifikat, sondern auch eine kleine Geldprämie. Finanziert wurde die Veranstaltung durch das GIBZ und den Keiser & Beby Fonds.
Die Lernenden haben entweder CHF 100 oder CHF 200 mit nach Hause nehmen dürfen. Ein hervorragender Pitch wäre sogar mit CHF 300 belohnt worden. Dies wurde aber von niemandem erreicht. Es gab einige, welche die Chance gehabt hätten, aber leider hatten diese ihr Zeitmanagement von 5 Minuten meist nicht im Griff.

Von Pastrami zu PopArt zum letzten Zaren
So vielfältig die Berufe und die Persönlichkeiten, so abwechslungsreich die Vertiefungsarbeiten. So hat ein Elektroinstallateur, dessen Eltern auf dem Hof Rinder halten, eine eigene Rezeptur für Pastrami entwickelt – vielleicht gibt es künftig einen Hofladen? Oder zwei Automobilmechatroniker haben in der Küche Whiskey hergestellt, welcher allerdings noch drei Jahre lagern muss, und sich gleichzeitig mit der globalen Vermarktung desselben beschäftigt. Mit dem Thema Demenz hat sich eine Zeichnerin Fachrichtung Ingenieurbau so vertieft auseinandergesetzt, dass ein Merkblatt sowie eine Broschüre daraus entstanden ist. Ebenso der Kochlernende, der während des Lockdowns plötzlich Zeit zur Verfügung hatte, um ein Zimmer auf dem Bauernhof seiner Familie in ein kleines Museum mit Stücken aus Grossvaters Zeiten umzubauen, das heute öffentlich zugänglich ist. Dazu hat er einen hübschen Fotoband kreiert, welcher gekauft werden kann. Oder zwei Köchinnen haben sich Kräutern gewidmet und alte Rezepte neu interpretiert. Ein Pfadi-Logo neu entwickeln, einerseits aus PR-Gründen für den Wölfli Nachwuchs und anderseits zur Identifikation, ist einem jungen Polymechaniker ganz wunderbar gelungen. Neben dem neuen Logo hat er gleich Hoodies dazu bestellt und das Logo nicht einfach aufgebügelt, sondern aus nachhaltigen Gründen (Pfadipullis werden ja oft gewaschen) besticken lassen. Fünf sehr unterhaltsame Minuten boten drei Zahntechnikerinnen, die sich selbst zur Pop-Art-Kunstfigur erhoben haben. Dazu haben sie eine Detektivgeschichte erfunden und diese mit selbst gemachten Comic Requisiten und «real life» Fotos illustriert. Zwei Sanitärinstallateure haben eine Wasserwand gebaut, die nachts beleuchtet ist.

Nicht immer ist die VA wunschgemäss verlaufen, aber auch der Umgang mit Rückschlägen kann zu guten Ergebnissen führen. So wollte eine Informatikerin ein Coffee-Table-Book über besondere Autos produzieren, ist aber über die Hürden des Lockdowns gestolpert, da die Termine mit den Autobesitzern nicht stattfinden konnten. Sie hat sich dann auf weniger Autos und statt eines Buches auf Plakate konzentriert, diese wiederum konnten aber nicht termingerecht geliefert werden. Daraufhin ist sie nicht einfach verzweifelt, sondern hat kurzerhand selbst ein Fotobuch nach alter Manier gestaltet und damit das Gütesiegel Herausragend erreicht. Nicht alle haben ein Produkt entwickelt, sondern sich mit Fragen der Weltgeschichte und der Gesellschaft auseinandergesetzt. Wie hätte sich die Weltordnung entwickelt, wenn der letzte Zar, Nikolaus der II, nicht das Parlament ausgewechselt und die Generalität an sich gerissen hätte? Diese Frage stellten sich zwei ICT-Fachmänner (ICT Information and Communications Technology). Wie die Welt aus Sicht der Blinden aussieht, scheint auf den ersten Blick nichts Neues zu sein, die drei Lernenden Fachfrauen Gesundheit sind jedoch einen Schritt weitergegangen und implementieren ihr neu erworbenes Wissen in den Alltag der Pflege mit erblindeten Personen. Eine Berufskollegin hat sich die Entwicklung der Spielzeuge etwas genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass diese immer auch ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellen. Ihr ist es ein besonderes Anliegen, dass sich Eltern viele Gedanken zum Kauf der Spielzeuge machen. Zum Nachdenken angeregt haben auch zwei Montage-Elektriker, die als Flüchtlinge vor ein paar Jahren in unser Land gekommen sind, und mit ihrer Geschichte besseres Verständnis in der Klasse erreicht haben. «Die meisten in der Schweiz haben ein gutes Leben, aber sie schätzen es nicht.» Trotz der knappen sachlichen Darstellungen gab es auch berührende Momente, insbesondere als drei Sanitärinstallateure über ihre Flucht aus dem Kosovo, aus Eritrea und aus Syrien als solche und die Gründe dafür berichtet haben.

Elevator Pitch im Lehrplan?
Die Auftrittskompetenz wird zunehmend wichtiger. Das «Pitchen» wird immer mehr auch in Betrieben eingesetzt und wird wohl in ein paar Jahren standardmässig in den Lehrplan gehören. Die Corona bedingte Durchführung des Elevator Pitches am GIBZ war ein voller Erfolg. Die Wahrscheinlichkeit, dass nächstes Jahr neben den öffentlichen Präsentationen auch ein Pitch-Wettbewerb stattfindet, scheint hoch. Wir freuen uns darauf!

Die diesjährigen Teilnehmenden

  • Ivan Hegglin
  • Sebastian Gmür und Beat Kleger
  • Seira Burri, Albulena Samadraxha und Rafaela Weiss
  • Yannick Baumann und Calvin Hanselmann,
  • Mathias Steffen und Severin Roth
  • Semere Tekle, Samuel Okubay Bariamichael und Tekelezghi Kiflemichael
  • Muriel Peter und Helen Ronzani
  • Rami Al Mbayed und Shkelqim Cikaqi
  • Kim Bürgler
  • Carole Ledergerber, Melina Roder und Leonie Thiébaud
  • Arita Rushiti
  • Andrin Segura
  • Vildana Fazlji
  • Katharina Kunz

Bilder Kandidierende

  • Ivan Hegglin
  • Sebastian Gmür und Beat Kleger
  • 2x Seira Burri, Albulena Samadraxha und Rafaela Weiss
  • Mathias Steffen und Severin Roth
  • Semere Tekle, Samuel Okubay Bariamichael und Tekelezghi Kiflemichael
  • Katharina Kunz
  • Muriel Peter und Helen Ronzani,
  • Rami Al Mbayed und Shkelqim Cikaqi
  • Kim Bürgler
  • Carole Ledergerber, Melina Roder und Leonie Thiébaud
  • Vildana Fazlji
  • Arita Rushiti
  • Andrin Segura

Bilder Jury

  • Jury/Vormittag: Rolf Müller, Claudia Hegglin, Esther Haas, Roland Frei (alle sind Lehrpersonen Allgemeinbildung am GIBZ)
  • Jury/Nachmittag: Stefan Rickli, Claudia Hegglin, Esther Haas, Géraldine Seitz (alle sind Lehrpersonen Allgemeinbildung am GIBZ)

 

Beitrag von: Claudia Hegglin, Leiterin Talentförderung GIBZ und ABU-Lehrerin

3 Kommentare deaktiviert für Talentförderung am GIBZ – neu mit Elevator Pitch 159 02 Juni, 2021 AKTIV Juni 2, 2021

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