Brain & collab –  PEKA-Lernende aus drei Ländern entwickeln Prototypen
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Brain & collab – PEKA-Lernende aus drei Ländern entwickeln Prototypen

Die Förderung der internationalen Mobilität in der Berufsbildung ist ein wichtiges Anliegen der Schweizer Bildungspolitik. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung nimmt stetig zu. Ziel ist es, jungen Menschen bereits während ihrer Lehre den Erwerb interkultureller, sprachlicher und fachlicher Kompetenzen in einem anderen Umfeld zu ermöglichen.

In der Woche vom 28. September bis 5. Oktober 2019 fand in der Zentralschweiz ein erstes schweizerisches Ausbildungsmodul, namens «brain and collab» für PEKA-Lernende (Polymechaniker, Elektroniker, Konstrukteure, Automatiker) aus drei Ländern statt. Dieses Modul wurde von den Berufsschulen GIBZ (Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug), BBZG (Berufsbildungszentrum Goldau) und BBZP (Berufsbildungszentrum Pfäffikon) als Pilot lanciert. Damit revanchierten wir uns für die zahlreichen, von unseren Partnern im Ausland angebotenen Module für die PEKA-Berufe, welche unsere Lernenden seit sechs Jahren besuchen dürfen. Diese technischen Aus- und Weiterbildungsmodule werden in englischer Sprache durchgeführt.

Am Samstag trafen die Lernenden aus München und Weiden (Deutschland), Spisska Nova Ves (Slowakei) und die Teilnehmer aus der Zentralschweiz auf dem Gastschiff «Yellow» in Zug ein.

Der Sonntag diente den 12 Lernenden und den beteiligten Lehrpersonen und Koordinatoren (Verant-wortliche für die Berufspraktika im Ausland) zum gegenseitigen Kennenlernen. Die Gruppe genoss einen sonnigen Vormittag auf dem Stoos und einen spannenden Vortrag zur steilsten Standseilbahn der Welt.

Am Nachmittag erhielten die Lernenden und ihre Begleiter im Swiss Knife Valley Visitor Center in Brunnen einen Einblick in die Produktion des Schweizer Taschenmessers sowie Informationen zur Region, welche sie an diesem herrlichen Herbsttag erkundet hatten.

Von Montag bis Mittwoch arbeiteten die Lernenden aus verschiedenen technischen Berufen am BBZG in Dreiergruppen an einem berufsbezogenen Projekt. Sie erhielten die Aufgabe, ein Kühlbad für Rohlinge mit einer Wasserstandsregelung zu planen und auch als Prototyp zu bauen.

Die Planung und die Realisierung des Projekts in den international gemischten Teams war eine technische und kommunikative Herausforderung, nicht nur für die jungen Berufsleute, sondern auch für die betreuenden Lehrpersonen.

Nach der theoretischen und praktischen Arbeit, erhielten die Lernenden am vierten Tag die Chance, gruppenweise in einer der vier beteiligten Schwyzer Industriefirmen – LCA-Automation, Pamasol, Verwo und Uiker – einen Einblick in deren Produktentwicklung zu nehmen.

Am Freitag zeigten die Teams ihre jeweiligen Problemlösungen auf einem durch die Lernenden gestalteten «Marktplatz» in der Eingangshalle des BBZG.

Vertreter der beteiligen in- und ausländischen Berufsschulen, Berufsbildner sowie weitere Gäste zeigten sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit und der kreativen Form der Präsentation.

Ein Expertengremium beurteilte die präsentierten Arbeiten und die dazu gehörige Entwicklungsdokumentation. Zusätzlich mussten die Gruppen in einem Fachgespräch Fragen zum Lösungsvorgehen und zum Bau des Prototyps beantworten – natürlich alles auf Englisch.

Am Samstag, dem Abschlusstag der Projektwoche, würdigte der Amtsvorsteher der Berufsbildung des Kantons Schwyz, Oscar Seger, im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier auf dem Lützelhof in Pfäffikon SZ die Arbeit der jungen Berufsleute im Beisein der beteiligten in- und ausländischen Gäste.

Das Projekt «Brain and Collab» zeigt eindrücklich, wie Zusammenarbeit über Kantons-

und Landesgrenzen hinweg einen Mehrwert für die Berufsbildung schaffen kann.

 

Text: Nicole Schwendeler, Andrea Turtschi, Cyrill Moser

Fotos: Sophie Krüsi, Andreas Lindner, Cyrill Moser

1 Kommentare deaktiviert für Brain & collab – PEKA-Lernende aus drei Ländern entwickeln Prototypen 636 25 Oktober, 2019 AKTIV Oktober 25, 2019

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