Kultur in Berlin#06 – Interdisziplinäre Projektarbeitswoche aller BM4-Klassen
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Kultur in Berlin#06 – Interdisziplinäre Projektarbeitswoche aller BM4-Klassen

Kultur in Berlin – Ein Blogbeitrag: Während der interdisziplinären Projektarbeitswoche vor Ostern erhielten die vier nach Berlin gereisten BM-Klassen (BMA4, BMI4a, BMI4b,  BMP4) den Auftrag, einen Beitrag mit kulturellem Inhalt für den GIBZ-Blog zu erstellen, der den Daheimgebliebenen eine spezielle Facette von Berlin zeigt. 

Warum ist Berlin so “unschön”?

Bewegt man sich durch die Berliner Strassen, bewundert man im Gegensatz zu anderen europäischen Hauptstädten nicht wunderschöne Altbauten, sondern eher brutalistische Klötze aus den Nachkriegsjahren. Selbstverständlich sieht man hin und wieder einen schönen Altbau, aber eine Altstadt, so wie wir sie kennen, findet man in Berlin nicht.

Berlin wurde im vergangenen Jahrhundert von, sagen wir mal, eher unglücklichen geschichtlichen Ereignissen geprägt: einem Weltkrieg, bei dem grosse Teile der Stadt in Grund und Boden gebombt wurden und eine Mauer, welche die Stadt für fast 30 Jahre in zwei Teile aufteilte. 

Die Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg zerstörten grosse Teile der Stadt. Aus einer belebten Weltstadt wurde eine Ruine, Millionen verloren ihr Zuhause. Nach dem Ende des Krieges machte sich eine Wohnungsnot breit. Es musste so viel Wohnraum wie möglich in möglichst kurzer Zeit her. Die Lösung dafür waren Plattenbauten. Plattenbauten sind Gebäude, welche aus vorgefertigten Platten zusammengesetzt werden. Dadurch kann sehr schnell, in grossen Massen gebaut werden. Der Nachteil von Plattenbauten ist, dass sie nicht sehr ansprechend aussehen. Plattenbauten haben alle einen ähnlichen Stil wie hier auf dem Bild zu sehen ist. Aufgrund dieser Struktur, bestehend aus einfach zusammengesetzten Platten, sind die Gebäude nicht sonderlich interessant, wodurch alles irgendwie ähnlich aussieht. 

Selbstverständlich wurden in den Nachkriegsjahren nicht nur Plattenbauten gebaut. Vor allem im Westen der Stadt läuft man oftmals brutalistischen Bauten über den Weg. Prägend für den Brutalismus war hauptsächlich die grosszügige Verwendung von Sichtbeton. Ausserdem sind die Gebäude oftmals sehr funktional aufgebaut. 

Aufgrund dieser Nachkriegsarchitektur, bei welcher das wichtigste Kriterium Funktionalität war, sieht Berlin so aus wie es Heute ist: funktional, brutalistisch, rau und irgendwie unschön. Wir mussten jedoch feststellen, dass sich hinter dieser rauen Fassade eine lebendige und schöne Stadt verbirgt. Was auf den ersten Blick als traurig und hart erscheinen mag, hat nicht viel mit der Realität von Berlin zu tun. Die Stadt ist sehr belebt von ihren Einwohnern, viele Restaurants und Bars prägen das Stadtbild. Die Menschen haben, verglichen mit anderen deutschen Städten, eine gewisse Lockerheit. Sogar die Plattenbauten scheinen belebt zu sein, draussen spielen Kinder auf Spielplätzen und Einwohner tauschen sich in der Imbissbude um die Ecke aus. 

Die Schönheit von Berlin mag vielleicht nicht in den Gebäuden liegen, wohl aber was sich in diesen Gebäuden versteckt. 


Text und Fotos: Alessio Seeberger, Matthias Stadlin und Philipp Würsch 
Beitragsbearbeitung: Brigit Weiss | Blogteam Mediathek

3 Kommentare deaktiviert für Kultur in Berlin#06 – Interdisziplinäre Projektarbeitswoche aller BM4-Klassen 296 17 Mai, 2023 AKTIV Mai 17, 2023

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