Mauerwerk des Mittelalters und der Moderne
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Mauerwerk des Mittelalters und der Moderne

Mittelalter und Moderne in einem kleinen Dorf? Das kleine Gettnau in der Nähe der Stadt Sursee bietet beides.

Vor dem GIBZ in Zug begann die Schulexkursion der Maurerlehrlinge und Baupraktikern in Ausbildung. Los ging es am 1. Oktober 2014 um 7:30 Uhr mit dem Bus in Richtung Gettnau, das in der Nähe von Sursee im Kanton Luzern liegt. Den meisten Leuten wird dieser Name nicht bekannt sein, aber für die Maurer und Baupraktiker bietet er eine Menge an Interessantem aus zwei ganz unterschiedlichen Zeiten.

Nach einer ca. einstündigen Fahrt mit dem Bus, trafen die Schüler des GIBZ bei der Ziegelei in Gettnau ein. Dort wurden sie vom Geschäftsführer und von Mitarbeitern der Ziegelei Gettnau empfangen, in der schon seit mehr als einhundert Jahren neben Backsteinen auch Ziegelsteine hergestellt werden. Die Führung durch die Ziegelei übernahm ein langjähriger Mitarbeiter, der jede Menge zu erzählen wusste. Im leichten Regen führte er die Schüler zu grossen Erdhaufen, die den für die Produktion benötigten Lehm enthielten. Er erklärte, es gebe zwei verschiedene, jeweils eine Sorte für Dachziegel und eine für Backsteine. Die genaue Rezeptur wollte er allerdings nicht verraten, da diese geheim sei. Die Führung zeigte die kompletten Produktionsschritte und Maschinen, die an der Herstellung beteiligt sind. Was die Schüler zum Schluss beindruckte war die letztendliche Kontrolle der Ziegelsteine, denn jeder Stein wurde von einem Arbeiter durch eine Klangprobe geprüft, ob dieser auch zu einhundert Prozent in Ordnung sei. Für die grossartig begleitete Führung wurden dem Geschäftsführer vom Klassenlehrer Herrn Zwiker als Dankeschön zwei Zugerkirschtorten übereicht.

Von der modernen Fabrik machten sich die Klassen auf den Weg zur restaurierten Burgruine Kastelen. Dort wurden die Schüler nach dem Mittagessen von Herrn Josef Wermelinger empfangen. Herr Wermelinger ist selber gelernter Maurer und ist heute der Präsident der Baukommission des Vereins Kastelen. Die auf einem Hügel restaurierte Burg wurde ca. 1173 von den Lenzburgern errichtet. Im Jahr 1513 wurde die Burg durch einen Aufstand von Bauern zerstört und erst wieder 1996 vom Verein Kastelen aufwendig und detailgetreu für etwa 100`000 Schweizer Franken restauriert. Von den gesamten Arbeiten zeigte Herr Wermelinger der Gruppe noch Bilder die, die Bauarbeiten und Arbeitsschritte der Restauration den Lehrlingen näher brachte.

Als Josef Wermelinger die Führung beendet hatte wurde er mit einem Applaus verabschiedet und so machten sich die Zuger wieder auf die Rückreise.

Simon Hartl, MA2

2 0 1448 05 November, 2014 AKTIV November 5, 2014

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