Namwala 4 - one Zambia, one Nation
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Namwala 4 – one Zambia, one Nation

Reise in eine ferne Welt    

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche habe ich der Feier zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit beigewohnt. Es war fantastisch. Es gab einen grossen Umzug und viele Vorführungen. Jede Schule des Distrikts Namwala leistete einen Beitrag. Es wurde getanzt, viele Reden auf ihre Freiheit und den so lange anhaltenden Frieden gehalten.

„ONE ZAMBIA, ONE NATION“ sind die Schlagworte bei dem jede Frau, jeder Mann und jedes Kind begeistert mitjubelt.

Spannend war vor allem die Mischung von Modernem und Traditionellem. Neben den traditionellen Tänzen, haben auch Pfadfinder und die Angestellten des Krankenhauses einen Auftritt gehabt. Es ist schon eindrücklich wie sich die Afrikaner in der Gruppe bewegen können. Einige hatten weiss geschminkten Gesichtern und trugen die traditionelle Kleidung. Ein Paar junge Männer waren in der Kriegertracht gekleidet. Mit dem drei Meter langen Speer und einem grossen Schild, können sie einschüchternd wirken. Die gesamte Veranstaltung dauerte rund fünf Stunden und wurde bei sengender Hitze durchgeführt. Ich komme schon beim Zusehen ins Schwitzen.

Obwohl das Land allen Grund zum Feiern hat, hängen alle Fahnen auf Halbmast. Der Präsident ist gestorben und nicht weit von hier sind 25 Schüler bei einer Flussüberquerung ertrunken. Da es in den Gewässern in Sambia zu viele gefährliche Tiere gibt, sind die meisten Sambier Nichtschwimmer.
Meine neues Projekt schreitet nur langsam voran. Da die Schüler zurzeit Abschlussprüfungen schreiben, muss ich die Arbeiten immer wieder unterbrechen. Trotz der Verzögerungen habe ich schon einige Gitter produzieren können. Sie werden aus den Armierungseisen hergestellt, die wir letzte Woche in Choma besorgt haben. Aus über 800m Armierungseisen werden rund 200 Fenster verstärkt. Die fertigen Gitter werden mit einer Antikorrosionsbeschichtung bestrichen und an den Fensterahmen fest geschweisst.

Die Arbeitsweise ist immer noch sehr interessant. Wenn bei einer Maschine der Stecker fehlt, werden einfach die Kabel in die Steckdose gesteckt, um damit zu arbeiten. Zum Glück haben hier die meisten Steckdosen einen Schalter. Letzte Woche hatte die Schweissanlage einen Defekt, so haben wir sie auseinander genommen und so lange daran herum geschraubt, bis sie wieder funktionierte. Wenn etwas kaputt geht, muss man es selbst reparieren oder es gibt hier keine Vertreter der Geräte, die man herbei bestellen kann. Bei den Schweissarbeiten habe ich mir eine Schweissblende zugezogen. Ich konnte deswegen eine ganze Nacht nicht schlafen, mir sind die Tränen nur so herunter gelaufen und es hat sich angefühlt als hätte ich Sandkörner in den Augen. So eine Erfahrung will ich nie wieder machen. Ich bin froh, dass wir nächste Woche eine bessere Schweissbrille bekommen.

Was mich diese Woche verwirrt hat ist das es in Sambia keine Zeitumstellung gibt. Sie haben das ganze Jahr durch dieselbe Zeit. Auch wenn wir in der gleichen Zeitzone leben, unterscheiden sich jetzt unsere Tageszeiten. Auch diese Woche hatten wir wieder einen kurzen Regenschauer. Es ist herrlich, wenn Wolken und Regen die Temperaturen senken. Doch leider ist der Tag danach noch viel heisser. Durch die höhere Luftfeuchtigkeit nimmt man die Hitze stärker war.

Mit Grüssen aus Namwala
Elias Kläy
29.10.14

1 Kommentare deaktiviert für Namwala 4 – one Zambia, one Nation 2377 23 November, 2014 on the job November 23, 2014

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