• „Sterbende Engel“ & „Mutter Natur“ : Kunst-Projektarbeiten Zahntechniker ZT3
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„Sterbende Engel“ & „Mutter Natur“ : Kunst-Projektarbeiten Zahntechniker ZT3

 

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Die Lernenden der ZahntechnikerInnen-Klasse ZT3 erarbeiteten im Allgemeinbildenden Unterricht ABU bei Roland Frei quasi als Probe-VA eine Projektarbeit zum Thema Kunst oder Kultur; d.h. sie setzten ein künstlerisches/kulturelles Thema von der Theorie in die Praxis um und hielten die Herangehensweise in einem Arbeitsjournal mit Zielformulierung und Inhaltsangabe fest. Was in etwa der Grobstruktur einer „richtigen“ Vertiefungsarbeit VA entspricht.

Drei dieser Arbeiten sind zurzeit in der Mediathek und in der Vitrine davor ausgestellt.
Elias Röthlins Warhammer Diorama „Sterbende Engel“ ist der perfekte Blickfang für die Fantasy-Medien der GIBZ-Mediathek, die in der Vitrine ausgestellt sind.
[Diorama: Schaukasten, in dem Szenen mit Modellfiguren und -landschaften vor einem oft halbkreisförmigen, bemalten Hintergrund dargestellt werden.]

Als Hobby betrieb Elias Röthlin früher „Warhammer Table Top Games“ (Fantasy/Science-Fiction-Tabletop-Spiele). Darum fiel ihm die Themenwahl bei seiner Projektarbeit leicht. Er machte Skizzen und suchte die gewünschten Teile und Figuren zusammen, die er dafür verwenden wollte. Dann modellierte er die Landschaft und klebte die Figuren drauf. Nebei wurde das Arbeitsjournal geführt. Für die Arbeit inkl. Arbeitsplan und Vorwort wendete er knapp 20 Std. auf.

Die Umsetzung gelang dank gutem Vorwissen ohne grössere Probleme, einzig der Bach der sich zwischen den Figuren durchschlängelt, war schwieriger zu realisieren als erwartet. Aus Zeitgründen verzichtete er auf das Montieren von Bäumen und Pflanzen. Das wäre aber bei einer etwas sorgfältigeren Planung möglich gewesen, wie er selbstkritisch bemerkte, ebenso hätten ein paar unnötige Arbeitsschritte vermieden werden können.


Das Kunstobjekt „Mutter Natur“ von Julian Pfister ziert in der Mediathek das Gestell beim Eingang. Passend dazu sind Medien rund ums Thema Natur & Umwelt ausgestellt.
Zu seiner Arbeit sagt Julian:
„Als Zahntechniker ist eine Skulptur, bei der man verschiedene Materialien zusammen verarbeitet, naheliegend. Ich suchte für ein Terrarium dahein im Internet nach einer Steinskulptur und stiess dabei auf eine „Mutter Erde“-Figur. Die Idee für meine Projektarbeit war geboren! „Mutter Erde“ ist einfach alles: ein Symbol für verschiedene Gesichter von Mutter Natur: Zerstörung, die Nährende….deswegen hat sie auch kein Gesicht.
Da ich mit Ton arbeiten wollte, fertigte ich zuerst ein Gerüst aus Draht an, verwendete lufttrocknenden Ton und suchte ein geeignetes Stück Holz als Boden. Gipsbandagen dienten als Untergrundbasis auf dem Holz. Diesen Untergrund habe ich dann schwarz und grün grundiert. Dann mit einem Kleber versehen und Gras, das man in Geschäften für Modellbau findet, darauf gestreut. Ich brauchte ca. 40h reine Arbeitszeit dafür. Nicht zuletzt, weil ich einen hohen Anspruch an mich und meine Arbeit habe und Herausforderungen liebe. Bei dieser Arbeit gab es einige Herausforderungen und Schwierigkeiten, die ich lösen musste. Zum Beispiel musste ich die Hauptfigur zweimal bauen, weil die erste Risse im Ton bekommen hatte und in sich zusammengefallen war. Das ist passiert, weil ich zum ersten Mal mit Ton gearbeitet habe. Die Herausforderungen wurden in erster Linie durch dieses Material vorgegeben.
Zudem war dies meine erste Einzelarbeit. Für die VA möchte ich wieder eine Teamarbeit anstreben. Ich bin ein Teamplayer.“
Auf die Frage, wie er damit umgehen würde, wenn andere in der Gruppe vielleicht keinen so hohen Anspruch an die Arbeit hätten, meint er unbeeidruckt: Ich wäre dann halt derjenige, der etwas pusht 😉

Hier von den beiden Machern noch wertvolle Tipps für Projektarbeiten & VAs:

  • ein Thema wählen, das wirklich interessiert, dann macht’s auch Spass 🙂
  • eine sorgfältige Arbeits- und Zeitplanung machen
  • über das Material, mit dem man arbeitet, genug Infos einholen, damit man keine bösen Überraschungen erlebt
  • vor unerwarteten Herausforderungen nicht zurückschrecken und sich deswegen nicht gleich von seiner Idee abbringen lassen
  • (trotzdem) flexibel bleiben & evt. Zielformulierungen anpassen
  • Arbeitsjournal immer unmittelbar nach den Arbeitsschritten führen

GIBZ_Kulturprobe15Über die grossformatige Gemälde-Collage „Journal Lady“ von Noemi Hofmann, Selina Schenk und Corina Vögeli, die ebenfalls in der Mediathek ausgestellt ist, berichteten wir in einem früheren Blog-Beitrag.

 

 

 

 

Auf die Frage, ob ihnen ihre Arbeiten gefallen, antworteten alle mit einem überzeugten „Jaaa!“

Das finden wir auch 🙂 und darum freut sich das Blogteam in der Mediathek riesig, diesen drei tollen Werken Gastrecht zu gewähren. Herzlichen Dank!

 

Fotos & Textbearbeitung: Brigit Weiss, Rena Dautert

1 0 1515 01 Juni, 2016 AKTIV Juni 1, 2016

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