Raumgestaltung mit Farben und Textilien - Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
  • Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann
Verfasst von

Raumgestaltung mit Farben und Textilien – Workshop der HFTG bei Création Baumann

Der Diplomkurs der Einrichtungsgestalterinnen wurde vom renommierten Schweizer Stoffhersteller Création Baumann zu einem eintägigen Workshop nach Langenthal eingeladen. Frau Christine Tanner, die Leiterin des Showrooms führte uns zuvorkommend und kompetent durch einen erfahrungsreichen und informativen Tag.

Création Baumann entwickelt und produziert hochwertige Textilien für den Einrichtungsbereich und verkauft diese auf der ganzen Welt. Textilien können im Einrichtungsbereich neben der visuellen Erscheinung ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen: sie können transparent oder blickdicht sein, sie können das Raumklima fördern, Schall isolieren oder zum Brandschutz beitragen.

Der Workshop begann mit einer Führung durch alle Bereiche des Betriebs wodurch wir die vielfältigen Arbeitsschritte von der Aufbereitung der Garne über die Weberei mit den unzähligen ratternden Maschinen und den Stoffdruck zur Konfektionierung und Auslieferung der Stoffe kennenlernten. Besonderes Interesse weckte die Entwurfsabteilung von Création Baumann. Dort erhielten wir Einblick in Entwürfe von zukünftigen Stoffdesigns und deshalb durften keine Fotos gemacht werden. In diesem Atelier hat uns die Vielfalt der gestalterischen Techniken beeindruckt, die im Entwurfsprozess für die Stoffmuster verwendet werden. Vom handwerklichen Malen und Drucken über Collagen und  digitale Bearbeitungswerkzeuge werden die Techniken fröhlich kombiniert. Die Entwürfe hängen in unterschiedlichen Stadien und Varianten an den Pin-Wänden im Atelier und illustrieren den Gestaltungsprozess. Da möchte man sich gleich hinsetzen und ein weiteres Experiment beisteuern…

Vor dem Mittagessen vertiefte Frau Tanner unsere farbtheoretischen Kenntnisse mit wertvollen Verknüpfungen zur praktischen Anwendung von Wohntextilien. Die vielfältigen Erfahrungen und Informationen des Morgens konnten bei einem feinen Mittagessen im Betriebsrestaurant noch eingehender diskutiert werden.

Den ganzen Nachmittag verbrachten wir im Showroom und konnten für die Aufgabenstellungen in Tausenden von Stoffmustern wühlen, um die gewünschten Farb- und Stoffkombinationen zu finden.

Zum Einstieg zauberte Christine Tanner mit roten, blauen und gelben Vorhängen einige eindrückliche Lichteffekte in den Showroom: die Sonne liess den flachgezogenen gelben Vorhang regelecht erleuchten und erzeugte ein helles, wunderbar weiches Licht im Raum. Im Gegensatz dazu werden die Vorhänge bei Nacht nur von innen beleuchtet und verlieren damit ihre Transparenz. Sie entfalteten bei zugezogenen Verdunkelungsvorhängen eine viel stärkere körperliche Präsenz – ähnlich wie eine farbige Wand.

Dies war ein motivierender Start in zwei praxisbezogene Aufgabenstellungen. Zuerst versuchte jedeR ein Moodboard in eine Zusammenstellung von Stoffmustern zu übersetzen. Die Vielfalt an Stoffarten, Mustern, Texturen und Farben eröffnete ein Reich an Kombinationsmöglichkeiten, was die Aufgabe nicht einfach, dafür sehr sinnlich machte.

Für die zweite Aufgabe sollte in Partnerarbeit ein Raum mit textilen Elementen aufgewertet werden. Die Analyse der Raumes und die Diskussion von Veränderungsmöglichkeiten bildeten die Grundlage für die Suche nach den gewünschten Stoffmustern. Verschiedene Möglichkeiten wurden erprobt, um sich für eine zu entscheiden, die dann der Gruppe präsentiert und erläutert wurde. Christine Tanner machte uns bewusst, wie wichtig die Präsentation von Stoffmustern (und anderen Materialmustern) ist: Stoffe können gerafft oder flach, im Licht oder im Gegenlicht, neben- oder übereinandergelegt oder in unterschiedlichen Flächenanteilen präsentiert werden.

Damit endete der Workshop, der uns Einblicke in die Textilproduktion, praktische Übungen zur Farbgestaltung, sinnliche Erfahrungen mit Wohntextilien und viele Inputs aus der Praxis vermittelt hat.
Dafür bedanken wir uns herzlich bei Christine Tanner und bei Création Baumann.

Hubert Baumgartner Dozent HFTG Zug Einrichtungsgestalterinnen Modul 20-11

Fotos: Studentinnen und Studenten der Klasse HFTG20/22

2 0 173 15 November, 2019 AKTIV November 15, 2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folge uns

Verwandter Beitrag