En heisse Tipp #10 : Krimi mit Lokalkolorit
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«HÖLLGROTTEN» Krimi von Monika Mansour*

Ups, hab’ ich mich da vergriffen? Das Buch startet mit «Für meine Imani». Als passionierte Afrika-Reisende, weiss ich, wo ich da sprachlich gelandet bin – sicherlich nicht im Kanton Zug.

Zwei Kontinente, zwei Schauplätze zwischen denen der Plot mäandert und wo sich die Geschichte der beiden jungen Protagonistinnen immer weiter ineinander verstrickt.
Nathalie, aus wohlhabendem Zuger Elternhaus, leidet an der seltenen Krankheit, Epidermolysis bullosa, und hat sich für ihr kurzes Leben zum Ziel gesetzt, anderen – vor allem Frauen – zu helfen und dazu im Darknet eine Hilfsorganisation namens Kipekapeka gegründet. Emeline aus der Stadt Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo, sucht bei Nathalie Hilfe und gelangt als Schmugglerin von Blutdiamanten via Brüssel in die Schweiz, wo sie den Vater ihres ungeborenen Kindes, einen muzungu, einen Weissen, treffen will. Starke Nerven beim Lesen fordert nicht nur die flüssig und spannend erzählte Kriminalgeschichte, in der natürlich der Zuger Rohstoffhandel eine Rolle spielt, sondern insbesondere die Schilderungen der Zustände im kriegsgeschädigten Kongo, wo immer noch aus Ruanda geflüchtete Hutu-Rebellen brutale Überfälle auf die Zivilbevölkerung verüben und Frauen als Freiwild betrachtet werden.

Zum grossen Showdown kommt es dann in den Höllgrotten, wo gierige Geschäftemacher, inzwischen selbst zu Opfern geworden, endlich in den Besitz der Blutdiamanten gelangen wollen.

*geb. 1973, wohnhaft mit Mann und Sohn im Luzerner Hinterland

 

Tipp & Text: Andrea Turtschi, GIBZ Lehrperson

Der besprochene Titel ist in der GIBZ Mediathek vorhanden und steht im Krimi-Regal unter MANS

1 0 239 29 Januar, 2019 INFORMATIV Januar 29, 2019

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