Grosses Kino fürs GIBZ: Spezialvorführung von
  • Grosses Kino fürs GIBZ: Spezialvorführung von „Human flow“
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Grosses Kino fürs GIBZ: Spezialvorführung von „Human flow“

Dienstag, 21. November: Draussen ist es an diesem düsteren Spätherbstabend schon eine Weile dunkel, als eine munter plaudernde GIBZ-Schüler- und Lehrerschaft (rund 140 Personen!) in den bequemen Sesseln des Kinos Seehof Platz nimmt, um zusammen die GIBZ-Spezialvorführung des Films „Human flow“ des chinesischen Künstlers Ai Weiwei anzuschauen. Nach einer kurzen Einführung durch ABU-Lehrer und Organisator Roli Frei in die gut 2 Stunden dauernde Doku über die aktuellen Flüchtlingsschauplätze auf der ganzen Welt, wird es auch im Kinosaal dunkel.

Bei Filmbeginn, rascheln da und dort noch Popkorntüten, kichern und schwatzen noch einzelne Schülerinnen und Schüler. Als dann aber die ersten beeindruckenden Filmszenen auch bei diesen Plaudertaschen und Naschkatzen „ankommen“, wird es ruhig im Saal. Und 140 Augenpaare nehmen in den darauffolgenden 140 Minuten auf, was Ai Weiwei bei seiner Tour zu den Flüchtlings-Hotspots dieser Welt zeigt.
Erzählen lässt er vor allem Bilder, die ihre Wirkung nicht verfehlen, wie folgende Aussagen einiger Schülerinnen und Schüler der Klassen ZT3 und INFS1 zeigen:

  • Dieser Film hat mich zutiefst erschüttert und mir die Augen geöffnet, wie die Flüchtlingskrise wirklich aussieht.

  • Der Film macht nachdenklich und zeigt, welch schlimme Zeit die Flüchtlinge durchgemacht haben. Darum sollte die Menschheit  etwas tun und reagieren. Wir sind alle Menschen, die irgendwann sterben und nichts mit ins Grab mitnehmen – keiner sollte dermassen in Not und Risiko leben.

  • Ein schockierender, emotionaler Film, der die brutale Realität der Flüchtlinge widerspiegelt.

  • Die Bilder haben Emotionen ausgelöst, welche viele bis jetzt nicht erlebt haben.

  • Reale Einblicke in das Leben von Flüchtenden. Mich störten aber die beiden Männer, die sich nicht zu erkennen geben wollten & angeblich aus dem Iran geflüchtet waren. Im Iran herrscht aber kein Krieg und keine politisch-religiöse Verfolgung. Darüber sollte jeder aufgeklärt sein.

  • Ich habe schon vieles über die Krise in Syrien gehört, nahm es aber nie so richtig wahr… doch als ich dann diese Bilder gesehen habe, traf es mich richtig. Das Schlimmste war die Frau, die einfach tot am Boden lag! Wenn ich einmal gut verdiene, würde ich sehr gerne Leuten helfen, die in Not sind.

  • Nun weiss ich, was Flüchtlinge erlebt haben & dass es in Zukunft immer mehr Flüchtlinge geben wird.

  • Die Doku war etwas lang, aber vielleicht hat es das gebraucht, um wirklich alles zu sehen.

  • Jetzt sehe ich die Asylanten mit anderen Augen – aber nur jene, die etwas aus ihrem Leben machen wollen und nicht von Sozialgeld leben.

  • Sehr gute, eindrückliche  Aufnahmen. Die Zitate und die Rolle, die Ai Weiwei spielte, habe ich nicht so richtig verstanden. Manchmal war er irgendwie fehl am Platz.

  • Ob mit dem Film geholfen wird?

  • Einige Szenen fand ich störend wegen den unprofessionellen Kameraaufnahmen. Auch war er unnötig in die Länge gezogen.

  • Beeindruckend, dass die Leute trotz ihrer schlechten Lage immer positiv waren und versuchten, das Beste daraus zu machen.

  • Mein Grossvater, der inzwischen den CH-Pass besitzt, hat auf seiner Flucht aus Kosovo ähnliches erlebt. Während dem Film konnte ich ihm sehr nachfühlen.

  • Mich hat es geschockt, wie viele Menschen kein Zuhause mehr haben… ich wäre wohl nicht so stark wie die Menschen im Film.

  • Ich finde, ein Zuhause zu haben, ist ein Menschenrecht.

  • Die Szene mit den Flüchtlingen, die an der Grenze „campen“ und dort Monate verbringen, weil sie nicht weiterkommen – das war belastend. Irak ist ein Vorbild, dort gibt es ein Camp für alle.

  • Ich empfehle jedem den Film anzuschauen.

 

Bilder: Alex Kobel

Text & Zitatauswahl: Brigit Weiss, Blogteam

3 0 738 05 Dezember, 2017 INFORMATIV Dezember 5, 2017

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